Testbeitrag

Da ich versuche, mich mal wieder dem Blog zuzuwenden, schreibe ich einen Testbeitrag. Halt nur mal so.

1.) Es gibt 5 Häuser mit je einer anderen Farbe.
2.) In jedem Haus wohnt eine Person einer anderen Nationalität.
3.) Jeder Hausbewohner bevorzugt ein bestimmtes Getränk, raucht eine bestimmte Zigarettenmarke und hält ein bestimmtes Haustier.
4.) Keine der 5 Personen trinkt das gleiche Getränk, raucht die gleichen Zigaretten oder hält das gleiche Tier wie einer seiner Nachbarn.

Ihre Hinweise:

  • Der Brite lebt im roten Haus
  • Der Schwede hält einen Hund
  • Der Däne trinkt gerne Tee
  • Das grüne Haus steht links vom weißen Haus
  • Der Besitzer des grünen Hauses trinkt Kaffee
  • Die Person, die Pall Mall raucht, hält einen Vogel
  • Der Mann, der im mittleren Haus wohnt, trinkt Milch
  • Der Besitzer des gelben Hauses raucht Dunhill
  • Der Norweger wohnt im ersten Haus
  • Der Marlboro-Raucher wohnt neben dem, der eine Katze hält
  • Der Mann, der ein Pferd hält, wohnt neben dem, der Dunhill raucht
  • Der Winfield-Raucher trinkt gerne Bier
  • Der Norweger wohnt neben dem blauen Haus
  • Der Deutsche raucht Rothmanns
  • Der Marlboro-Raucher hat einen Nachbarn, der Wasser trinkt

In deutschen Wörtern richtet sich die Aussprache nach dem vorangegangenen Selbstlaut, genauer nach dessen Artikulationsstelle. Nach a, o, u (nach, noch, Bucht) folgt der Ach- Laut, nach e und i (Gefecht, mich) der Ich-Laut. Auch nach Umlauten wird der Ich-Laut gesprochen, so ist die unterschiedliche Aussprache von ch in Bach und Bäche zu erklären

Alternativen

Ich muss der Bundeskanzlerin beipflichten. Um die Wirtschaft – in Wahrheit meint sie die oberen Köpfe der Unternehmen – zu stärken, gibt es keine andere Alternative zur derzeitigen Regierung. Schwarz-Grün oder Jamaika seien Hirngespinste, sagte sie auf dem CDU-Parteitag.

Tja, es hat sich lange nichts geändert, denn 1919 schrieb schon Kurt Tucholsky in der Weltbühne:

Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung.

Propeller

Die Asche des Vulkans mit dem isländischen Namen war nicht schuld. Wahrscheinlich Materialermüdung, mutmaßt der Fachmann; gibt sich dabei wissend – Laien vermuten nur, er weiß. Welches Material genau vor Müdigkeit selig einschlummerte, ergibt dann eine genaue Untersuchung.

Nachts. Lautes Motorengeräusch, Stahl knirscht auf Stahl. Die Turbo-Prop-Maschine legt eine Notlandung hin. Ich springe aus dem Bett und renne in die Richtung des Ohren betäubenden Lärmes. Die gute Nachricht ist, das Flugzeug steht nicht in der Küche – die schlechte: der Lüfter, respektive der innen liegende Propeller des Gefrierschrankes entwickelte ein Eigenleben und hält sich für ein Triebwerk.

Pfingsten naht.

Meine tägliche Presseschau ließ mich heute über folgende Aschekübel Schlagzeile stolpern: „Vulkanasche kann den Pfingstflugverkehr einschränken.“ Na prima! Nicht dass ich vorhabe, an den Pfingstfeiertagen ein Flugzeug zu besteigen. Doch das Ganze dann kurz nach der „kleinen“ Bundestagswahl in NRW. Wie das zusammenpasst? Jeder dachte, ja, die Wahl ist vorbei, und nun fangen die Regierungsparteien an mit ihrer eigentlichen Aufgabe: dem Regieren. Jetzt haben wir ja zwei Parteien in der Koalition, welche mit einem C beginnen. Also dem Papst, Bischof (ist er es noch?) Mixa, und anderen Kirchenvertretern nahe stehen. Und Pfingsten soll dann nun der Heilige Geist über diese Regierung kommen. Kommt er aber nich! Steht eine dunkle Wolke zwischen. Bei manchen denke ich, die haben ja nicht mal normalen Geist, geschweige denn den Heiligen.

Kann man aus einer leeren Rotweinflasche auch einen Geist entweichen lassen, oder geht das nur mit höher prozentigem Alkohol? Ansonsten würde ich die leeren Flaschen dann immer in das hessische Ministerium schicken. Tja, vergelts Gott, Herr Koch.

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Pausenende

Der Worte gibt es viele, die sich für die Spanne sagen lassen, welche den letzten Eintrag bis heute umfasst. Nie wollte ich mich ohne ein Abschiedswort durch eine Hintertür des Blogs fortschleichen. Ein Ende sollte es auch nie geben. Nennen wir es einfach Pause, Auszeit, Zeit des Nicht-Schreibens. Nehmen wir einfach an, eine Brockenhexe hat Stift, Papier, Tastatur versteckt und heute wieder hervor gezaubert. Oder, um sinngemäß mit den Worten Mark Twains zu schreiben: Falls euch die Blogeinträge nicht erreicht haben (sagen wir die Briefe sind verloren gegangen), betrachtet sie einfach als geschrieben. Ich wage einen Neuanfang. Ja. Leicht fällt es ja einem, da ihr mich doch noch nicht vergessen habt. Was die Kommentare beweisen.

Harzreise

Ein kleines Exzerpt aus den Reisebildern Heinrich Heines, namentlich aus der Harzreise. Da wir unsere Zeit anders einteilen müssen, als der Dichter es tat, wird der anstehende Ausflug kürzer ausfallen. Doch wenigstens den Abstieg vom Brocken, so wie Heine ihn ging, werde ich keinesfalls versäumen:

… Je tiefer wir hinabstiegen, desto lieblicher rauschte das unterirdische Gewässer, nur hier und da, unter Gestein und Gestrippe, blinkte es hervor und schien heimlich zu lauschen, ob es ans Licht treten dürfe, und endlich kam eine kleine Welle entschlossen hervorgesprungen. Nun zeigt sich die gewöhnliche Erscheinung: ein Kühner macht den Anfang, und der große Troß der Zagenden wird plötzlich, zu seinem eigenen Erstaunen, von Mut ergriffen und eilt, sich mit jenem ersten zu vereinigen. Eine Menge anderer Quellen hüpften jetzt hastig aus ihrem Versteck, verbanden sich mit der zuerst hervorgesprungenen, und bald bildeten sie zusammen ein schon bedeutendes Bächlein, das in unzähligen Wasserfällen und in wunderlichen Windungen das Bergtal hinabrauscht. Das ist nun die Ilse, die liebliche, süße Ilse. …

… Es ist unbeschreibbar, mit welcher Fröhlichkeit, Naivetät und Anmut die Ilse sich hinunterstürzt über die abenteuerlich gebildeten Felsstücke, die sie in ihrem Laufe findet, so daß das Wasser hier wild emporzischt oder schäumend überläuft, dort aus allerlei Steinspalten, wie aus tollen Gießkannen, in reinen Bögen sich ergießt und unten wieder über die kleinen Steine hintrippelt, wie ein munteres Mädchen. Ja, die Sage ist wahr, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinabläuft. Wie blinkt im Sonnenschein ihr weißes Schaumgewand! Wie flattern im Winde ihre silbernen Busenbänder! Wie funkeln und blitzen ihre Diamanten! Die hohen Buchen stehen dabei gleich ernsten Vätern, die verstohlen lächelnd dem Mutwillen des lieblichen Kindes zusehen; die weißen Birken bewegen sich tantenhaft vergnügt und doch zugleich ängstlich über die gewagten Sprünge; der stolze Eichbaum schaut drein wie ein verdrießlicher Oheim, der das schöne Wetter bezahlen soll; die Vögelein in den Lüften jubeln ihren Beifall, die Blumen am Ufer flüstern zärtlich: »Oh, nimm uns mit, nimm uns mit, lieb Schwesterchen!« – aber das lustige Mädchen springt unaufhaltsam weiter, und plötzlich ergreift sie den träumenden Dichter, und es strömt auf mich herab ein Blumenregen von klingenden Strahlen und strahlenden Klängen, und die Sinne vergehen mir vor lauter Herrlichkeit, und ich höre nur noch die flötensüße Stimme …

 

aus Heinrich Heine: Harzreise

Regionalsprache

Wieder eine Studie, Umfrage, oder was auch immer, welche alle paar Jahre gemacht, ausgewertet und veröffentlicht wird, mit einem Fazit, welches sich auch nie ändert. Dieses Mal untersuchte das Institut für Deutsche Sprache die Einstellung zu unserer deutschen Sprache. Und – das Ergebnis überrascht nicht – der sächsische Dialekt ist der unbeliebteste. Als Sachse verstehe ich das eher weniger. Was ist denn so schlimm am Sächsischen, dass unsere Sprache nicht gern gehört wird? Klingt fränkisch besser? Oder badisch? Ich lasse eine Prise Alltagspsychologie walten, akzeptiere die Werte der Studie, und trage meinen Lesern an, diese Seite, wenn Sie schon das Sächsische nicht hören wollen (wer nicht hören will muss fühlen lesen!) in einer Parallelwelt zu betrachten. Zugegeben, es ist, so will ich es nennen, eine Art hochsächsisch. In meinem Sprachraum klingt das Ganze schon wieder anders, ein Regionaldialekt, wie es ihn überall gibt.

Anfänglich stand ich schon vor dem Entschluss, die Seite gleich umzuleiten, doch wuchsen wohl berechtigte Zweifel an diesem Unterfangen. Also bitte ich höflichst um einen kleinen Abstecher in die Welt der sächsischen Sprache.

Noch eine Randbemerkung: Wer jetzt Lust auf mehr hat, seine eigene oder jede andere Seite mal im Zerrspiegel zu lesen, der hänge an den Domainnamen einfach ein .saxophone.parallelnetz.de/ an.

„Wer kann dazu schon Nein sagen“ http://blogsatz.info.saxophone.parallelnetz.de/

Ruhelos

Warum müssen wir uns ständig bewegen, haben Angst vor der Pause? Ist das die in uns eingemeißelte Doktrin „Stillstand bedeutet Rückschritt“? Im öffentlichen Leben mag ich das ja teilweise akzeptieren, doch holen wir doch lieber ein wenig Ruhe ins Private zurück. Beobachte man nur einmal die Imbissstände. Fast niemand verweilt noch an den aufgestellten Tischen, ausgenommen den Spatzen, in der Hoffnung auf die mildtätige Kundschaft, welche dann und wann einen Brocken hinschmeißt. In einer Hand die Bratwurstsemmel (nein, die Vögel kriegen nix, finden doch jetzt genug zum Picken), mit der anderen den vollgepackten Einkaufswagen mal mehr oder weniger sicher zum Auto dirigieren. Diese Betrachtungen mache ich nun schon länger, doch setzten mich kürzliche Ereignisse sehr in Erstaunen.

Der kleine, typische Bäckerladen um die Ecke, bisher ein Ort nostalgischer Kindheitserinnerungen, mit Weidenkörben für die Semmeln (auch Brötchen genannt) und den großen Backblechen mit Kuchen im Ladenregal, wandelt sich zur Moderne. Nicht der Verkaufsraum wird renoviert, auch bleibt das Angebot so bestehen, ein kleines Pappschild, eine Kuchenunterlage, kündigt den Umschwung an. Hochkant steht sie auf dem Ladentisch, mit blauem Filzstift stehen handschriftlich die Worte: „Neu – Coffee To Go“! Daneben steht dann ein Pappbecher, welcher das Getränk auffangen soll. Ich muss also nicht mehr gemütlich am Frühstückstisch sitzen, sondern kann gleich auf dem Nachhauseweg vom Bäcker eine Semmel essen und dazu den Kaffee trinken. Natürlich können die Gedanken dahin gehen, einer größeren Zielgruppe gerecht zu werden. Vorbeikommende Arbeiter vielleicht. Früher hatten die sich ja ihren Kaffee in der  Thermoskanne mitgenommen. Ist das eine Analogie Laufkundschaft = Coffee to Go?

Und weil mich dieser Kulturschock so schwer traf, legt ein Buchverlag noch nach. Hieß es früher Taschenbuch, auch diese sind bald noch zu groß für eine  Jacken-oder Hosentasche, oder man las gleich die farbigen von Reclam, die passten wirklich überall hinein, so kreierte jetzt der dtv die Reihe Books to Go. Müßig, über die Naimagemen zu sinnieren. Ein Taschenbuch verweilt so lange in dem namensgebenden Behältnis, bis der Mensch die Zeit für eine Pause gekommen sieht, sich hinsetzt, sei es beim Bäcker, auf Arbeit, im Zug oder wo auch immer, und liest. So suggeriert mir der Name der neuen Reihe, diese Heftchen, Bücher sind es ja eher nicht, müsse ich in ständiger Bewegung lesen. To go eben. Ja, ich weiß, to go ist auch eine Redewendung für zum mitnehmen. Doch irgendwann ist der Kaffee imimage Pappbecher kalt, wenn ich ihn nur mitnehme und nicht doch unterwegs schon trinke, also doch in der Bewegung, im Vorwärtsdrang. Und so nennt der dtv-Verlag seine  Heftchen denn auch Lese-Snacks für unterwegs. Sind nicht in der Anfangszeit der Mobiltelefone die Leute gegen Laternenmasten gelaufen, weil sie gleichzeitig Kurzmitteilungen lasen oder verschickten und nicht mehr beim Gehen nach vorn schauten? Folgt nun eine neue Welle mit Beulen am Kopf, weil man, Kaffee schlürfend lesend, die nächste Straßenlampe übersieht? Ich habe mein Book to go zu Hause gelesen. Auf dem Sofa (ganz wohl war mir bei dieser Zweckentfremdung doch nicht, habe die Rollos runtergezogen, dass es niemand sieht). Und weil es so schön war, gleich noch ein Gelbes hinterher.

Ökumene? Was ist das denn?

Es geht auf Pfingsten zu. Und allenthalben liest man auf den Kalenderblättern Sprüche mit einem Bezug zu Gott. Auf unserem Katzenwochenkalender (!) musste ich heute einen lesen und in Ulfs Schreibetagebuch stand ein ähnlicher Spruch. Es drängt sich mir die Frage auf, welcher Gott? Gibt es etwa mehrere? Papisten und Protestanten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Der Katholizismus, oder eher der Papst, erkennen die evangelische Kirche nicht an.

Doch welch ein Wunder – wenngleich kein göttliches – die oberen beider Kirchen, Kardinal Lehmann und der ehemalige Kirchenpräsident Steinacker kämpfen Hand in Hand gegen einen Schriftsteller. Nun ist es kein deutscher Literat, welcher vor die Neo-Inquisition gezerrt wird, es ist ein Muslim. Navid Kermani, seines Zeichens iranischer Schriftsteller, wird der hessische Kulturpreis aberkannt. Die zwei deutschen Kirchenfürsten intervenierten bei Roland Koch. Und ihm muss es doch wirklich sehr schwer gefallen sein, den Preis nicht an Kermani zu verleihen. Ist es doch ein Politiker, welcher sich rührend um Migranten kümmert (solange sie nicht in seinem Hessen unterkommen wollen). Navid Kermani setzt sich für eine Verständigung der Religionen ein. Also was liegt da näher, als ein ökumenischer Schulterschluss der katholischen und evangelischen Kirchen für, nein, nicht für, gegen einen Islamisten. Hat hier jemand was von Kreuzzug gesagt oder gedacht? Ich möchte doch sehr bitten!

Passend dazu die Zeile aus einem Lied des islamischen Sängers Yusuf: „There is only one god“. Und wenn man den Text weiterliest, respektive hört, fällt einem die Ökumene, die Annäherung der Religionen auf.

Die ganzen Hintergründe kann man in der „ZEIT“ nachlesen.

Abgehobenes Erfrischungsgetränk

Einige Bundesländer verbieten das Colagetränk der Marke, nach deren Genuss man, engelgleich, Schwingen verliehen bekommt. Nun wird diese Cola aber nicht auf Grund des zugesetzen – schädlichen – Zuckers aus den Regalen verbannt, nein, es fanden sich minimale, unschädliche Spuren von Kokain in dem Getränk. Demzufolge ist es jetzt kein Lebensmittel mehr, sondern wird als Betäubungsmittel deklariert. Was ist nun dieses Mittel, mit deren Hilfe man sich betäubt? Eine Mischung aus Ackerminze, Senfsamen, Vanille, Ingwer und anderen Zutaten, dazu noch ein wenig dekokainierter Kokaextrakt. Die Füllmenge der Büchse beträgt 0,25 l. Ich stelle mir nun vor, innerhalb von zwei, oder sagen wir besser drei Stunden, 3 Büchsen zu trinken. Also einen dreiviertel Liter Cola über die angenommene Zeit. Danach erledigte ich dann Rechenaufgaben oder anderes, um den Dämmerzustand festzustellen. Anderntags wiederholt man das Experiment mit gleichen Vorgaben, nur nehme man diesmal, ohne mit der Cola zu vermischen, eine Flasche Wodka. Ohne einen Arzt oder Lebensmittelchemiker zu bemühen, kann ich das Ergebnis vorhersagen. Doch lassen wir diese Experimente, überlassen das weitreichende Thema den Experten. Ich werde versuchen, mit ebendieser Cola, meine Mohnpflanzen zu düngen. Vielleicht bringt das ja etwas Schwung.

Na denn, Prost!