Montagefehler

Reparatur – Schlauch abmontiert

100 Arbeiter – kontaminiert

Was haben die gedacht, kommt aus dem Schlauch heraus, wenn sie ihn abschrauben? Weinpulver? Milchkaffee?

Seien wir doch ehrlich; es war der Versuch der örtlichen Winzergenossenschaft, heimlich ihre Hänge damit zu düngen. Bei dem Versuch, es den Franzosen nach zu machen, schnitten die Südafrikaner schlechter ab. Das AKW wurde heruntergefahren, ohne dass etwas Radioaktivität austrat. Beim nächsten Mal sind sie hoffentlich schlauer. Es wäre doch jammerschade, wenn der südafrikanische Wein hinter dem französischen zurück steht. Gespannt warte ich jetzt auf weitere Meldungen aus Spanien und Australien – es sind weitere meiner bevorzugten Weinregionen.

Die Winzer um das Gebiet Tricastin werden sogar ihr Anbaugebiet umbenennen, wie der Verbandschef der Vereinigung mitteilt. Es sieht ja auch komisch aus, wenn auf dem Rückenetikett „abgefüllt im AKW“ steht. Einen neuen Namen hätte ich auch schon für den Wein: „Tricatom“.

Jetzt genieße ich noch den Rest meines spanischen Gran Reserva, welcher neben mir im Glase leuchtet.

Rückschritt

Am Wochenende werde ich versuchen, von meiner wordpress 2.6 Installation zu meiner alten 2.3 zu wechseln und dann die neue noch einmal installieren. Es haben sich einige Fehler eingeschlichen; ich werde sie auch nicht los. Hoffentlich weilt mein blog am Montag dann noch unter euch.

Anderthalb Zentner

ist das Gewicht des in die Flüsse entschwundenen Urans im französischen Tricastin. Doch verstehe ich jetzt die ganze Aufregung nicht. Es bringt doch auch eine Menge Vorteile. Bekanntermaßen ist diese Region ein Weinanbaugebiet der südlichen Rhône. Da freue ich mich schon auf den Jahrgang 2008, der Rotwein kommt dann wirklich mit schönen „leuchtenden“ rubinfarben daher. Außerdem können die Winzer dadurch die Weinlese auch nachts machen. Es wäre nur von einer EU-Kommision zu klären, ob dieser Zustand ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Winzerkollegen ist. Falls dem so sein sollte, könnten die hessischen Weinbauern in Biblis ähnliches veranstalten. Und schon kommt ein: „Ich sage JA zu deutschem Wein“ über meine Lippen. Gekeltert aus der Rebsorte Cabernet Uran.

Doch ehe nun Skeptiker da etwas anzweifeln wollen, sage ich Ihnen, dass ich weiß, wovon ich schreibe. Vor Jahren wurden hier die radioaktiven Abfälle der Wismut unter anderem zum Straßenbau und als Füllmaterial für Waldwege verwendet. Seitdem sparen wir uns die Straßenbeleuchtung und gehen nachts Pilze sammeln.

Geschockt

Während meiner heutigen Mittagspause sagte eine Kollegin, dass in 15 Jahren ein Komet so dicht an der Erde vorbei gondelt, einschlagen könnte und so für eine neue Eiszeit verantwortlich wäre. Nachdem ich ihr sagte, schlüge der Gesteinsbrocken morgen hier ein, wäre es mir auch egal, war die Mitarbeiterin sehr schockiert. Das konnte sie nicht verstehen.

Der Papierkrieg

Bei jedem Klingeln an der Haustür zucke ich zusammen. Sind sie jetzt da? Muss ich mich nun verantworten für mein frevlerisches Tun? Doch was habe ich getan, um ein derart schlechtes Gewissen zu haben?

Ich verstecke alte Zeitungen. Ich führe sie nicht der schadlosen Verwertung durch ein städtisches Entsorgungsunternehmen zu.

Vor einigen Wochen erbot sich eine Recyclingfirma, vor den Häusern blaue Tonnen aufzustellen, um uns, der Bevölkerung, den Weg zu den Papiercontainern zu ersparen. Da wir Mieter in einem Mehrfamilienhaus sind, kam das sowieso nicht in Betracht. Doch einige Hausbesitzer bestellten solch eine Tonne. Das wiederum rief die Stadtoberen auf den Plan. Man mache sich strafbar, Papier in diesen Tonnen zu entsorgen, da diese Firma nicht anerkannt wäre, so der Kommentar unseres Umweltbürgermeisters. Beantragt hatte dieses Unternehmen dies alles schon im letzten Jahr, doch die Ratsmühlen mahlen etwas langsam. Und meinen Augen traute ich kaum, die ganze Stadt wimmelte plötzlich voll blauer Tonnen, als verfolgten sie mich. Die Stadt ließ in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vor jedem Grundstück Papiertonnen aufstellen, ausgeteilt durch das Entsorgungsunternehmen der Gemeinde. Geht es da um Geld, liebe Stadtoberhäupter?

Manchmal schmeiße ich die Zeitungen aber weder in die eine, noch in eine andere Tonne, sondern lege damit bestimmte Schränke aus oder hefte mal einen Artikel ab. Schließlich bezahlte ich die Zeitung beim Kauf und sie ging damit in mein Eigentum über. Oder wurde sie mir nur überlassen, zu lesen die journalistischen Beiträge und das Papier gehört der Stadt. Bin ich jetzt ein Verbrecher, ein Papierdieb? Ich werde weiterhin das Possenspiel der Papiertonnen verfolgen. In meiner Tageszeitung, welche täglich im Briefkasten liegt. Und an bestimmten Tagen werde ich sie wieder verstecken.

Das passende Sakko zum Kaffee

Ein Kaffeeröster, welcher bundesweit Filialen besitzt betreibt, möchte jetzt in seinen Verkaufsstellen Umkleidekabinen installieren. Ja wozu, frag ich mich da. Muss ich mich dann für bestimmte Sorten verkleiden? FairTrade Bohnen in zerschlissenen Jeans, die Besten dann nur im Anzug?

Nachträglich zum Frauentag

Den hier lesenden Frauen alles Gute, wenn auch verspätet, zum Frauentag.

Frühling

 

Leis´ ein Grün die erwachende Erde bricht,

und drängt sich empor ans Sonnenlicht.

Des Frühlings Atem den Winter verscheucht,

die Lerche in den Feldern schon fleucht.

Am Wegesrand sprießen Blumen so fein

und das soll ein Gedicht zum Frauentag sein?

 

Frühling

Sisley, Alfred: Obstgarten im Frühling, übernommen von http://www.zeno.org – Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

Zug um Zug

In der Samstagszeitung musste ich lesen, der Altbundeskanzler Helmut Schmidt nebst seiner Frau wurden angezeigt. Wenn ich mich recht erinnere, war es wegen Körperverletzung oder Ähnlichem, zumindest wegen Rauchens in der Öffentlichkeit. Der Nichtraucherschutz nimmt langsam groteske Züge an. In den USA verbietet eine Stadt den Bürgern, in ihren Häusern zu rauchen. Hier wird jemand trotz Übergangsfrist angezeigt. Muss ich jetzt wohl Angst haben, eine Anzeige zu bekommen, nur weil ich nicht einsehe, mal auf meine Zigarette zu verzichten. Gut, in Straßencafés darf man rauchen. Doch belästigt man dann nicht etwa vorbei gehende Passanten, die einem dann die Nichtraucherlobby auf den Hals hetzen? Und welcher Gastronom öffnet für mich im Februar ein Straßencafé? Ich möchte den nicht rauchenden Menschen eine Belästigung nicht absprechen, in engen Kneipen oder Cafés ist es für sie bestimmt öfters eine Zumutung. Man braucht es aber auch nicht übertreiben. Irgendwann haben wir sonst eine Raucherjagd, welche an das Mittelalter und ihre „Hexen“ erinnert.