Der Fichtenbaum

Das gibt es nur in Sachsen,

wo die höchsten Bäume wachsen.

fichte

 

Fünf Dinge fallen mir zu dem Artikel in der „Freien Presse“ von heute noch ein:

  1. Das Kultusministerium muss die Naturkundebücher (oder wie das Schulfach jetzt heißt?) umschreiben lassen.

  2. Chemnitz hätte den Baum im Ganzen nehmen sollen, ein Eintrag im Guinnesbuch wäre wohl drin gewesen.

  3. Die Fichte reichte wohl auch für drei Städte, wenn das leidige Problem mit der Spitze dann nicht wäre.

  4. Wie hoch wäre der Baum geworden, ließe man ihn noch ein wenig wachsen, mit 38 Jahren ist er ja noch nicht volljährig?

  5. Wieviel Bäume hätten noch gefällt werden müssen, um die 90 Meter Fichte in einem Stück aus dem Wald zu bekommen

Friedensbewegung

Mitte November, vor 26 Jahren, trat ein kleiner Aufnäher seinen Siegeszug durch die DDR an. Er stand für einen Teil der Leute als oppositionelles Symbol gegenüber der Regierung und des damaligen Wettrüstens, und galt als das Erkennungszeichen der damaligen Friedensbewegung. Die Abbildung zeigt einen Mann, welcher ein Schwert zu einem Pflugschar umschmiedet. Die Skulptur ist von Jewgeni Wutschetitsch, einem sowjetischen Bildhauer. Eine Kopie der Skulptur schenkte die UdSSR den Vereinten Nationen. Das Leitmotiv ist ein Teilzitat aus der Bibel, Micha 4:

„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“

Ich erinnere mich noch an die Diskussionen mit Polizei und Lehrern, dann riss man den Aufnäher ab. Trotz meiner Schwäche auf dem Gebiet der Handarbeit war nächsten Tags ein neuer an der Tasche.pflug

Ein miauendes Geschenk

Die Bäume haben ihre Blätterpracht abgeworfen, auf den Fußsteigen raschelt es beim Gehen durch das bunt gefärbte Laub. Die Dekorationen der Innenstädte verändern ihr Bild, bald hört man wieder Weihnachtslieder in den Kaufhäusern. Das Jahr geht langsam zur Neige. Die Deutschen wollen wieder mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Und wie jedes Jahr liegen und hoppeln unter den festlich geschmückten Tannenbäumen etliche Kaninchen, Hamster, Katzen und andere Lebewesen aus den Zoohandlungen. Bis die lieben Kinderlein der Tiere überdrüssig werden. Aber es kommt ja wieder ein Weihnachtsfest, oder Ostern. Da wird ein neuer Versuch gestartet. Die Verantwortung für ein Haustier will gut überlegt sein. Über Jahre hinweg.

Keine lebenden Tiere zu WeihnachtenDazu auch ein gleichartiger Artikel bei Krötengrün. Und eine Aktion von www.keinetierezuweihnachten.de.ki, an der ich mich auch beteilige. Bitte besucht die Seite, nehmt auch an der diesjährigen Aktion teil, und vielleicht ersparen wir dadurch wenigstens einem kleinen Teil der Tiere ein Schicksal im Tierheim.

Eine neue Gemeinde stellt sich vor

Endlich die eine Woche Mittagschicht – inklusive Überstunden – hinter mir, die liegengebliebene Arbeit zu Hause am Wochenende abgearbeitet, beginne ich wieder mit dem Schreiben.

Vor einiger Zeit las ich bei Piefke über die bayerische Gemeinde Paslam, idyllisch gelegen zwischen Tegernsee und Schliersee. Nun konnte ich nicht umhin, mir selber ein Bild über den Marktflecken zu machen. Fahrt nach Paslam im nächsten Urlaub. Es lohnt sich. Am besten vielleicht ein Besuch in der Adventszeit, um den Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Freundlicherweise lobte die Gemeinde Paslam, unter Schirmherrschaft des ehrenwerten Dr. Tschabobo, einen Literaturwettbewerb aus, an welchem ich mich dann sogleich beteiligte. Seit einiger Zeit überlegte ich schon, mich mal an solch Wettbewerb zu versuchen, Paslam war dann der Auslöser für meine erste literarische Schrift. Dafür gebührt der Gemeinde mein Dank.

Die Sauberkeitskommission

Wie jeden Monatsletzten kam die Sauberkeitskontrolle in unsere Abteilung. Man muss sich das wie den früheren Wettbewerb „Schöner unsere Städte und Gemeinden“ vorstellen. Dann gibt es Punkte für Ordnung und Sauberkeit. Oder eben Minuspunkte, wenn nicht alles sooo ordentlich ist. In diesem Fall gab es einen Minuspunkt, wegen eines Papierschnipsels auf dem Hallenboden. Zu dieser Thematik habe ich dann sogar ein Gedicht gefunden, welches aus der Feder des zu Unrecht vergessenen Dichters Wayne Heine stammt.

Warst einst ein stolzer Bogen,
reinweiß, DIN A vier,
man hatte dich betrogen,
du konntest nichts dafür.

Erst bedruckt und dann zerrissen,
du warst der falsche Bericht.
Liegst du nun völlig verschlissen,
auf deinem Angesicht.

Ein Schnipsel fiel herunter,
und wehte hin und her,
und wehte ziemlich munter,
zum Glück war da kein Teer.

Die Kommission: ein Mann und eine Frau,
sie nahmen es sehr genau.
Sie sahen auf dem Boden genug,
das gab dann Punktabzug.

Nun liegst du in der Gruft,
bist jetzt nicht mehr hier.
Schnupperst der Erden Duft,
wir begruben dich um vier.
Am Sarg knabbert eine Maus,
das Gedicht ist aus.

Dach dem Lesen des Gedichtes drängt sich mir die Frage auf, ob Wayne Heine bei Morgenstern in die Schule gegangen ist, oder ob Christian Morgenstern Wayne Heines Werk zur Vollendung führte. Schade, dass über diesen fast vergessenen Schriftsteller so wenig bekannt ist.

Kunststoffzeitung

Heute konnte ich in meiner Tageszeitung, der Papiernen, einen Artikel im Wirtschaftsteil über diese flexiblen Kunststoffdisplays lesen. Die Firma Plastic Logic baut jetzt in Dresden ein Werk, in welchem irgendwann in 2008 mehrere Millionen dieser bruchfesten, zusammenrollbaren „Monitore“ gefertigt werden. Zunächst werden sie noch monochrom hergestellt, doch das soll dem Verwendungszweck keinen Abbruch tun. Bliebe noch übrig, die Energie- und Umweltbilanz abzuwägen, um sich dann die Tageszeitung, oder eventuell ein Buch, sich auf das Display zu laden. Bislang konnte ich mich ja noch nicht mit dem Lesen auf elektronischen Medien anfreunden, abgesehen von Leseproben bei manchen Büchern, doch vielleicht schafft es dieses Display – es bleibt abzuwarten; es ist ja auch eine Preisfrage. Das einzige von mir bislang gelesene „Buch“, welches ich auf dem Handy las, war Theodor Storms „Regentrude“. War aber auch in drei Mittagspausen erledigt. Lob ich mir dann doch die kleinen, gelben Reclams.

Der Zug bleibt stehen

Ich bin für den Streik. Voll und ganz. Als Pendler, natürlich mit PKW, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kreuzt mein Arbeitsweg beim Hinweg sowie auf der Nachhausefahrt einen Bahnübergang. Und wie das mit den roten Ampeln so ist, so ergeht es mir täglich mit den Bahnschranken. Wenn ich komme, gehen sie runter. Wenn nun die Bahn bestreikt wird, die Schranken sich nicht schließen, dann kann ich bestimmt fünf Minuten länger schlafen.

Eine Dienstfahrt

Am Dienstag musste ich – vertretungsweise – zu dem knapp 40 km entfernten Zollamt fahren, um dort einige Sachen verzollen zu lassen. Das ist an sich nicht weiter schlimm oder spektakulär. An diesem Tag waren allerdings sämtliche Firmenautos schon unterwegs. Nein, das heißt nicht, dass ich mit meinem privaten PKW fahren sollte. Kurzerhand wurden mir die Schlüssel vom Wagen des Geschäftsführers gegeben, mit seinem Einverständnis, und wenig später fuhr ich also mit einem Automobil der gehobenen Klasse.

Es war schön anzusehen, wie manche Leute komisch geguckt haben, als die Autotür sich öffnete und jemand im „Blaumann“ ausstieg. Einfach köstlich!

Lehrreiches Fernsehen

Vorhin sah ich einen Bericht der ARD über die Ostsee. Einerseits hat es mich interessiert, ob nicht das Prielkrokodil mittlerweile einen Weg von seiner Heimat Nordsee zu dem östlichen Nachbarmeer gefunden hat, andererseits erhoffte ich mir Bilder meines langjährigen Urlaubsdomizils – dem Strand von Usedom, speziell der des Ortes Zinnowitz . Das Prielkrokodil habe ich nicht gesehen. Dafür konnte ich erfahren, dass der Steinbutt nicht von Beginn seines Lebens platt durchs Wasser schwimmt, sondern erst später umkippt.