Gute Besserung!

Seit gestern beklagen wir auf in unserer Abteilung einen Krankenstand von 50(!) %. Da der verbliebene Rest die Arbeit dann doch nicht in der angegebenen Zeit schafft, heißt das Zauberwort (oder schreibe ich lieber Unwort) „Überstunden“. Dies der geneigten Leserschaft als Entschuldigung, Kommentare verspätet zu beantworten. Desweiteren wird das Aktualisierungsintervall des Blogs rapide sinken, da wir ja in drei Wochen umziehen und gaaanz laaangsam mal anfangen müssen mit packen.

Heute schon gelesen?

Zum Welttag des Buches stelle ich diese Frage. Und ich meine keine Blogpostings sondern die Lektüre eines guten Buches. In unserem Land, dem Land der Dichter und Denker, wird nur noch zwischen 20 und 40 Minuten täglich gelesen. Ich bekenne mich zum Lesen, auch wenn auf Arbeit darüber gewitzelt wird: „Na, heute Abend wieder ein gutes Buch, Glas Wein?“. Doch das stört mich wenig. Um die Bilanz etwas zu erhöhen und meine Kollegen nicht Lügen zu strafen, werde ich mich jetzt mit einem Gläschen Roten und einem Buch auf die Couch verkrümeln.

Spaziergang

Aus dem Vorsatz, nur mal kurz zum Briefkasten zu gehen, ist dann doch eine etwas größere Runde geworden. Einmal rund um den Schwanenteich. Nach den ersten hundert Metern habe ich mich geärgert, den Fotoapparat nicht dabeizuhaben. Aber wer nimmt den schon mit, wenn man nur mal einen Brief einwerfen will?! Dennoch veröffentliche ich ein Bild, aber nur mit dem Handy geknipst: der Zwickauer Schwanenteich.Schwanenteich

Narkotikum

Die für unseren Betrieb zuständige Reinigungsfirma scheint ein mindestens 30 Jahre altes Narkosemittel im Sonderangebot erhalten zu haben. Vermischt mit der Hallenwärme zwang es mich, kurzzeitig an die frische Luft zu gehen, ansonsten hätte mich wohl der tiefe Schlaf übermannt. Würden sie wenigstens Lachgas mit dem Reinigungsmittel vermischen …

Osterspaziergang

Im Hinblick auf den bevorstehenden Umzug ward der Osterspaziergang auf nächstes Jahr verschoben. Stattdessen Keller aufgeräumt, Formulare für das Finanzamt ausgefüllt und die neue Wohnung auf dem Papier eingerichtet. Dazu bediente ich mich dann einer Einrichtungssoftware, welche ich vor ungefähr zehn Jahren mal geschenkt bekommen habe und mir jetzt wieder ins Gedächtnis sprang. Schwach erinnerte ich mich an die letztmalige Benutzung und die dabei aufgetretenen Probleme. Das Programm ist in all den Jahren, während es in einer Schublade sein Dasein fristete, nicht besser geworden. Für das Zeichnen von 4 Wänden, mit entsprechendem Maßstab, brauchte ich schon fünfzehn Minuten. Jetzt bin ich heilfroh, dass wir nicht in eine 12-Zimmer-Villa ziehen.

Der Zirkus ist da!

Als Kinder, um nicht das Wort „früher“ zu schreiben, waren wir immer hellauf begeistert, wenn ein Zirkus hier sein Zelt aufbaute. Wir konnten es kaum erwarten, die ständig Späße machenden Clowns zu sehen, Artisten schwebend in der Zirkuskuppel und natürlich die Raubtiere. Heute denke ich darüber anders. Namentlich die Tiere, welche dann herausgeputzt im Kreise rennen oder durch Reifen springende Großkatzen. Den restlichen Tagesablauf gucken sie dann traurig durchs Gitter. Wer trotzdem hingehen will, bis Sonntag gastiert der Zirkus Probst noch in Zwickau.

Zirkus Probst

Zirkus Probst auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau.

Musikgeschmack

In einer heutigen Radiosendung bei „MDR-Figaro“ wurde eine Jazzversion von einem Popsong der späten 80er-Jahre gespielt, wobei es zu erraten galt, wer das Lied im Original schrieb. Manche erkannten das Lied erst, nachdem das Original lief. Ich wusste zwar, um welchen Song es sich handelt, konnte auch das Jahrzehnt bestimmen, doch nur der Name der Gruppe ist mir nicht in den Sinn gekommen. Mein Kommentar dazu war: „Ich kenne halt das neumodische Zeugs nicht!“ Die Lösung lautete auf „Pet Shop Boys – It´s a sinn“. (Ich weiß nicht, ob das richtig geschrieben ist, kenne es ja nicht weiter.) Gut, das Lied ist schon an die 20 Jahre alt, aber meine Musikkenntnisse und der Geschmack sind irgendwie Ende der Siebziger stehengeblieben. Soll aber nicht heißen, dass ich mir keine Musik anhöre, die derzeit produziert wird. Irgendwo wird man ja immer beschallt. Und außerdem gibt es ja noch Künstler – ja, richtige Künstler – welche über 40 Jahre schon erfolgreich auf der Bühne stehen und Platten produzieren. Viele Grüße an Neil Young und Bob Dylan.