Wieder da!

Er ist wieder hier, in seinem Revier!

Nach Tagen bangen wartens kam er am Freitag nachmittag nach Hause. Das ganze Viertel mit Handzetteln versorgt, Tasso schickte auch noch Suchplakate, welche der Postbote Freitag brachte. Nachbarn liefen die Straßen ab – alle suchten mit. Bis plötzlich ein Mann aus dem zweiten Stock vom Balkon aus ein graues Felltier über die Wiese laufen sah. Er gleich die Treppe runter, um die Nachbarin mit dem Schlüssel zu informieren. Eine andere Nachbarin sah den Kater dann auch und klingelte Sturm. Fünf Minuten später war wieder Futter im Napf, meine Frau und ich bekamen auf Arbeit Anrufe, dass er in der Küche sitzt und sich den Bauch vollschlägt.

Als ich nach Hause kam schlief er seelig auf dem Schrank. Nach einer kätzischen Begrüßung den Napf wieder befüllt, er den Napf sogleich wieder geleert. Dann wollte der Streuner aber wieder raus. Durfte er aber nicht. Zuerst machte ich meine Runde, um all die Zettel wieder einzusammeln – sonst stünde wohl das Telefon nicht still und wohlmeinende Nachbarn brächten ihn dann im Zehnminutentakt wieder nach Hause.

Selbst Eric Clapton gibt ein Ständchen dazu.

Back home

Fehltritt

Es gibt in unserem Haushalt gewisse, ungeschriebene Gesetze, welche strikt und von jedem einzuhalten sind. Und da es im Kleinen genauso wie im Großen ist, im eigenen Heim wie in der Gesellschaft, werden diese Normen, sei es aus Unwissenheit oder doch mit Bedacht, von manchen gebrochen. Es gibt hier eine Sitzordnung, bestehend aus einem 3-Sitzer, 2-Sitzer und einem Sessel, diese sind genau aufgeteilt, auf dass jeder in der abendlichen, wohltemperierten Stube seinen Platz hat.

Nun ist in der Belegung noch ein Platz frei, der Sessel ist noch unbelegt, da das Katzentier noch einen Bummel unternahm. Nach Beendigung desselben hört man ein forderndes Schreien an der Terrassentür: „Es ist kalt, ich habe Hunger und will SOFORT herein.“ Dieser reizenden Aufforderung konnte ich natürlich nicht widerstehen, ich stand auf, ging zur Tür und bat ihn höflichst herein. Der ausgehungerte Kater betrat sein Reich, sah sich um, erblickte die bereits wiederhergestellte Ordnung in der Platzvergabe und schlich sich in die Küche, um sein Mahl einzunehmen. Nach einiger Zeit, man hörte immer nur ein lautes Schmatzen, kam er, sich noch das Mäulchen leckend, wieder ins Wohnzimmer. Ein Blick mürrisch im Kreis, stellte er sich vor den Ausgang ins Freie, sah durch die Scheibe und verlangte in seiner unnachgiebigen Art, es solle schleunigst jemand die Tür wieder aufmachen, da ein kurzer Verdauungsspaziergang angesagt sei. Und wieder war ein beflissener Dienstbote zur Stelle, der ihm diesen Wunsch erfüllen wollte. Den Türgriff hatte ich schon in der Hand, da besann sich seine Exzellenz, machte auf den Pfoten kehrt, sah mich noch kurz an, der ich immer noch den Griff haltend da stand – in seinen nach Bernstein funkelnden Augen sah ich noch ein Blitzen – und der Sessel war noch frei. Okkupierte doch dieses Raubtier „meinen“ 2-Sitzer, der mir von Rechts wegen zustand. Nach einer kurzen Beratung verkündete dann das Familiengericht das unheilvolle Urteil, welches sofort vollstreckt wurde. Nahrungsentzug für die Dauer von zehn Minuten.

Ich liebe Katzen!

Ein miauendes Geschenk

Die Bäume haben ihre Blätterpracht abgeworfen, auf den Fußsteigen raschelt es beim Gehen durch das bunt gefärbte Laub. Die Dekorationen der Innenstädte verändern ihr Bild, bald hört man wieder Weihnachtslieder in den Kaufhäusern. Das Jahr geht langsam zur Neige. Die Deutschen wollen wieder mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Und wie jedes Jahr liegen und hoppeln unter den festlich geschmückten Tannenbäumen etliche Kaninchen, Hamster, Katzen und andere Lebewesen aus den Zoohandlungen. Bis die lieben Kinderlein der Tiere überdrüssig werden. Aber es kommt ja wieder ein Weihnachtsfest, oder Ostern. Da wird ein neuer Versuch gestartet. Die Verantwortung für ein Haustier will gut überlegt sein. Über Jahre hinweg.

Keine lebenden Tiere zu WeihnachtenDazu auch ein gleichartiger Artikel bei Krötengrün. Und eine Aktion von www.keinetierezuweihnachten.de.ki, an der ich mich auch beteilige. Bitte besucht die Seite, nehmt auch an der diesjährigen Aktion teil, und vielleicht ersparen wir dadurch wenigstens einem kleinen Teil der Tiere ein Schicksal im Tierheim.

Weltkatzentag

Gestern war, von den meisten völlig unbeachtet, der Weltkatzentag. Ich wusste es auch nicht, doch meine Tageszeitung berichtete in einem Artikel darüber.

Hauptsächlich ging es um einen bundesweiten, nicht kommerziellen Katzensuchdienst, der vor einigen Jahren von Jochen Richter ins Leben gerufen wurde. Von den geschätzten siebeneinhalb Millionen Katzen in Deutschland sind mittlerweile tausende Samtpfoten durch den Suchdienst wiedergefunden worden.

Unser Kater

 

Eine Anekdote stand auch noch in dem Abschnitt: Im US-Bundestaat New-Jersey hat Kater Jack, Kampfgewicht 7 Kilogramm, einen Schwarzbären auf einen Baum vertrieben. Unser Kater wiegt ein Kilo weniger, wir haben aber auch keine Bären zum Vertreiben. Zum Revierkampf reicht es aber.

 

Link: http://www.katzensuchdienst.de