Winter

  

Seit fast einer Woche Schneefall der erste Sonnenschein. Der nächste Flockenwirbel soll erst Freitag wieder vom Himmel herabfallen. Melden die Meteorologen, welche sich in letzter Zeit nie irrten.

Konnte ich noch vor gut anderthalb Wochen – während einer kurzen Tauperiode (die war Cancún und der 2-Grad-Marke geschuldet) – eine Amsel beim Bade in einer Wasserlache beobachten, so ist jetzt die Landschaft in einem Schneemeer versunken. Selbst die EichelhäherPC280010 (im Bild vergreift er sich an einem Meisenknödel) nehmen das Futterangebot auf der Terrasse wahr und teilen mit den anderen Vögeln. Die Straßenbahnen haben schon kapituliert und blieben im Depot. Vereinzelt noch Busse auf den Straßen, welche aber nicht mehr jede Haltestelle bedienen; zu groß sind die Höhenunterschiede, die es zu überwinden gilt, will man vom Bürgersteig auf die Straße treten. Ein Heizkraftwerk bekam anscheinend die falschen Geschenke und meldete sich kurzerhand in die Weihnachtsferien ab – ein Stadtteil ohne Heizung, zumindest für einen dreiviertel Tag. Die Schneeschippen sind längst ausverkauft, eventuell Ende dieser Woche wird mit Nachschub gerechnet. Vereinzelt gibt es noch Restexemplare zu Wucherpreisen, wie an einem Imbiss: Der Inhaber verkauft das Stück zu zwanzig Euro. Aber vielleicht sind es ja Designerschippen, die den Aufpreis rechtfertigen.

Nachteilig wirkt sich das Wetter auch auf das Miteinander aus, da der Jahreswechsel ansteht. Wünscht man seinem Gegenüber den obligatorischen Gruß „Guten Rutsch“, bekommt man kein freundliches Lächeln und ein „Gleichfalls“ zurück, sondern Beschimpfungen und böse Blicke.

Also wünsche ich euch einen schönen Übergang ins neue Jahr.

Winterzauber

Liebe Frau Holle, viele sind der Meinung, der Plan für das Ausschütteln der Betten ist erfüllt. Wenn nicht gar schon übererfüllt. Setzen Sie sich mit der Goldmarie an den warmen Ofen, essen Plätzchen und erfreuen sich an der Winterlandschaft. In der Zwischenzeit wird die Pechmarie ihre Aufgabe übernehmen.

Schnee-Export in die Schweiz

Wie mir mehrere Webcams bestätigten, gibt es hier gerade mehr Schnee als in Basel, einer Stadt in der sonst so schneesicheren Schweiz. PC120007Da lasse ich mich nicht lumpen und sende auf diesem Weg ein paar schon zur Erde gefallene Schneeflocken meinen lieben Lesern bei den Eidgenossen. Bei diesen Bildern muss doch das Mannelwecken endlich gelingen! 004

Aufgenommen heute vormittag, Blick aus dem Arbeitszimmer.

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Ein anderes Buch

Das Buch, welches ich heute vorstelle, steht weitab der sonst gelesenen Romane und Erzählungen. Ein Sachbuch. Da ich vor einiger Zeit bemerkt habe, dass meine Billigwetterstation die reinsten Fantasiewerte anzeigt; eigentlich ist es auch gar keine richtige Wetterstation, sie zeigt nur Außentemperatur und Luftfeuchte an, sowie die Innentemperatur, und ich mich noch nicht zum Kauf eines genaueren und besseren Modells entschließen konnte, musste halt wieder ein Buch herhalten. Für einen Laien, wie ich es einer bin – der Wetterbericht sagt mir, wie es werden könnte, oder ich sehe aus dem Fenster: aha, es regnet – der richtige Einstieg in die Thematik der Meteorologie. Deshalb auch die längere Schreibpause: ich musste Wolken gucken! In dem Wetterbüchlein werden für einen Anfänger die Entstehung der verschiedenen Wolken und Luftmassen sowie der daraus resultierenden Wetteränderungen verständlich erklärt. Dazu noch Wetterphänomene, welche man bei bestimmten Wolkenarten am Himmel sehen kann. Weiterhin wird mit verschiedenen falschen Ansichten aufgeräumt, die sich im Lauf der Jahrzehnte in unseren Köpfen manifestiert haben. Abgerundet wird das kleine Buch durch ein Glossar und eine Übersicht über die Wolkenarten.

Aus dem Klappentext: Wie wird das Wetter? Mit Hilfe dieses Buches kann man die Antwort auf eine der beliebtesten Fragen selbst geben. Jörg Kachelmann und Siegfried Schöpfer erklären anschaulich und verständlich wie das Wetter entsteht und wie man es durch Beobachtung der Wolken selbst vorhersagen kann.

Erschienen im Rowohlt Verlag, ISBN: 9783499620898

Wetterstation

Ich benötige mal Hilfe. Kennt jemand eine gescheite Wetterstation für zu Hause? Mit kennen meine ich nicht persönlich, sondern ob mir jemand eine empfehlen kann. Aber keine Profistation für tausend Euro. Danke im voraus für eure Hilfe.

Mondfinsternis

Letzte Nacht war in Deutschland eine Mondfinsternis. Selbst wenn keine gewesen wäre, hätte man den Mond nicht gesehen, zumindest hier in Zwickau nicht:

Tiefhängende, dunkle und bedrohliche Wolken kratzten an den rauchenden Schloten der Fabriken. Fast den ganzen Tag und die ganze Nacht regnete es aus ihnen ohne Unterlass, so als wenn eine zweite Sintflut über die Stadt hereinbrechen sollte. Die Sterne versteckten sich hinter den grauen Wolken, wagten nicht hervorzublinzeln hinter den Gebilden des Himmels. Selbst der Mond, welcher gerade groß und rund am Firmament erscheinen wollte, konnte seine Helligkeit nicht durch das Meer der trüben, nassen Wolken auf die Erde schicken.

Das Wetter am Wochenende.

Wissenschaftler haben wieder eine neue Studie über das Wetter veröffentlicht. Darin heißt es, dass das Wetter an den Wochenenden meist schlechter ist als der Rest der Woche. Rein gefühlsmäßig habe ich das ja schon immer geahnt. Berufsgruppen, welche am Wochenende arbeiten müssen, sehen das vielleicht anders. Da verteilt sich das schlechte Wetter auf die freien Tage unter der Woche. Die Studie besagt weiterhin, der Berufsverkehr ist offenbar die Ursache des Phänomens. Schuld daran sind doch aber wahrscheinlich eher die Arbeitgeber. Wir sollen uns am verregneten Sonntag schon auf die nächste Arbeitswoche freuen. Denn da scheint die Sonne. Dazu passen dann auch die Überschriften der Stellenanzeigen eines PC-Herstellers: „Thank God it´s Monday!“