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Seit einigen Tagen gibt der CD-Spieler im Auto immer nur ein und dieselbe CD wieder. Und das ist gewollt. Meine neueste Errungenschaft, seit Langem habe ich überlegt vertonte Gedichte von Heine zu hören. Und was liegt da am nächsten, wenn man in der Robert-Schumann-Stadt Zwickau wohnt, als die Lieder von Robert Schumann zu kaufen. Gesungen von Peter Schreier, Norman Shelter am Klavier. Eine Platte von früher, neu aufgelegt von Edelrecords. Auf der CD sind 16 Gedichte von Heinrich Heine und 12 Stück von Joseph von Eichendorff. Die Lieder zu hören ist auch eine kurzweilige Art, Gedichte auswendig zu lernen, habe ich festgestellt. Und weil Herr Eichendorff hier noch nicht vertreten ist, wir vor kurzem über die Loreley sprachen, hier eine Waldloreley, eine Variation der Frau auf dem Stein am Rhein:

Waldgespräch

Es ist schon spät, es wird schon kalt,

Was reitst du einsam durch den Wald?

Der Wald ist lang, du bist allein,

Du schöne Braut! Ich führ dich heim!«

»Groß ist der Männer Trug und List,

Vor Schmerz mein Herz gebrochen ist,

Wohl irrt das Waldhorn her und hin,

O flieh! Du weißt nicht, wer ich bin.«

So reich geschmückt ist Roß und Weib,

So wunderschön der junge Leib,

»Jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei!

Du bist die Hexe Lorelei.«

»Du kennst mich wohl – von hohem Stein

Schaut still mein Schloß tief in den Rhein.

Es ist schon spät, es wird schon kalt,

Kommst nimmermehr aus diesem Wald!


Kommentare

Wiederholungen — 2 Kommentare

  1. Sehr schön. Meine humanistischen Bildungsluecken werden hier allmählich geschlossen. Obwohl: Eichendorff steht hier auch herum. Ganz groß in Gedichten!

  2. Ich hoffe aber nicht, dass sich der Blog zu einem Bildungsportal mausert, dann müsste ich ja den Zugang über eine 0900 Nummer realisieren.

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