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Für C. P.

Des Frühlings milde Triebe,

sie sprossen immer mehr.

Es kam die große Liebe,

du freutest dich so sehr.

 

Es waren schöne Stunden,

voll Freude und voll Glück.

Lebtest für die Sekunden,

doch es gibt kein zurück.

 

Das Herz ist nun zerbrochen,

die Lieb´ wird langsam kalt,

ein Nebel kommt gekrochen,

aus dem düstern´ Wald.

 

Doch siehst du Aufgehen die Sonne,

hinter dem Waldesrand,

zersetzt den Nebel mit Wonne,

knüpft einer neuen Liebe Band.

© Holger Hertel

 

Wieder ein handschriftliches Manuskript gefunden. Ob es von Wayne Heine stammt, ist nicht überliefert. Aus den Anmerkungen kann ich schließen, dass der Poet das Gedicht für eine Bekannte, namentlich C.P., wie es in seinem Titel steht, geschrieben hat. Wollen wir hoffen, dass das Gedicht seinen Zweck erfüllt hat und es dem gebrochenen Herzen besser geht.

Und weil es grad´ so schön ist, lasse ich Heinrich Heine auch noch mal zu Wort kommen:

 

Das Fräulein stand am Meere

Und seufzte lang und bang,

Es rührte sie so sehre

Der Sonnenuntergang.

 

»Mein Fräulein! sein Sie munter,

Das ist ein altes Stück;

Hier vorne geht sie unter

Und kehrt von hinten zurück.«

 

Heinrich Heine, Neue Gedichte


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