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Da man in letzter Zeit nicht nur fröhliches in den Blogs liest, hier der Versuch einer Erklärung:

Es gibt Menschen, auf welche eine solche Reihe Ungemach aus heiterm Himmel fällt, daß sie endlich da stehen und das hagelnde Gewitter über sich ergehen lassen: so wie es auch andere gibt, die das Glück mit solchem ausgesuchten Eigensinne heimsucht, daß es scheint, als kehrten sich in einem gegebenen Falle die Naturgesetze um, damit es nur zu ihrem Heile ausschlage.

Adalbert Stifter: Studien. Abdias


Kommentare

Erklärung — 9 Kommentare

  1. Aber Holger, diese Gute-Laune-Blogs sind irgendwann auch nicht mehr glaubwürdig. Entweder man schreibt über das wahre Leben, oder nennt es nicht „Blog“ und machte lieber stattdessen eine Witze oder Humorseite auf …

    LG
    Janice

  2. So habe ich es auch nicht gemeint. War wohl etwas unglücklich geschrieben. Ich bevorzuge eher die der Erde abgewandte Seite des Mondes, will sagen die Niederungen des Lebens.

  3. Nein, hab’s schon richtig verstanden! Wollte nur meine Sichtweise dazu kundtun. Keine Angst … kannst alles so stehen lassen 🙂

    GLG
    Janice

  4. Ich glaube, man hat weder das Glück noch das Unglück für sich gepachtet. Aber das Unglück erkennt man sofort, während man dem Glück nicht traut – als wolle man ihm (dem Glück) unterstellen, dass es sich geirrt habe…

  5. Ja, das stimmt. Wenn ich mal Glück habe, denke ich immer es hat sich bei der Zustellung des Glücks ein Fehler in der Adresse eingeschlichen.

  6. Das ist einfach nur schön.

    Seit Gorbatschow wissen wir, dass wir uns entscheiden können, ob wir Teil des Problems oder Teil der Lösung sein wollen.

    Seit heute meine ich zu wissen, dass wir uns entscheiden können, ob wir Pechmarie oder Glückspilz sein wollen.
    Nein falsch: Glücksschmied. Ja! Genau das!

    Danke schön.

    LG, Ulf

  7. Ja, Schmied des eigenen Glücks. Die meisten Menschen haben unterschiedliche Auffassungen von Glück. Auch wenn ich seit einigen Jahren vermehrt Glück so definiere, dass ich Morgens aufwache, lebe, gesund bin, satt zu Essen habe, überkommt es einen dann doch immer mal, neidisch auf andere zu schauen – vorgeblich glücklichere Menschen. Man kommt sich dann als Amboss vor, nicht als Hammer.

  8. Lieber Holger,

    es reicht, zwei Minuten vor der Wetterkarte Nachrichten zu schauen. Entweder gewinnen die Deutschen im Fußball oder Handball, weil Zeit für Sport ist, oder es kommen Erdrutsche, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Hitzewellen, Erdbeben, Ernteausfälle, und dann denke ich mir, was für ein Glück wir haben.
    Lass die anderen, vermeintlich glücklicheren BOSS sein, deshalb biste noch lang nicht amBOSS.
    Man soll ja nicht nach unten sehen, wenn man nach oben will.
    Aber nur, wenn man weiß wo unten ist, kann man seine Höhe richtig einschätzen.

    LG, Ulf

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