StartseiteAllgemeinAnderthalb Zentner

ist das Gewicht des in die Flüsse entschwundenen Urans im französischen Tricastin. Doch verstehe ich jetzt die ganze Aufregung nicht. Es bringt doch auch eine Menge Vorteile. Bekanntermaßen ist diese Region ein Weinanbaugebiet der südlichen Rhône. Da freue ich mich schon auf den Jahrgang 2008, der Rotwein kommt dann wirklich mit schönen „leuchtenden“ rubinfarben daher. Außerdem können die Winzer dadurch die Weinlese auch nachts machen. Es wäre nur von einer EU-Kommision zu klären, ob dieser Zustand ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Winzerkollegen ist. Falls dem so sein sollte, könnten die hessischen Weinbauern in Biblis ähnliches veranstalten. Und schon kommt ein: „Ich sage JA zu deutschem Wein“ über meine Lippen. Gekeltert aus der Rebsorte Cabernet Uran.

Doch ehe nun Skeptiker da etwas anzweifeln wollen, sage ich Ihnen, dass ich weiß, wovon ich schreibe. Vor Jahren wurden hier die radioaktiven Abfälle der Wismut unter anderem zum Straßenbau und als Füllmaterial für Waldwege verwendet. Seitdem sparen wir uns die Straßenbeleuchtung und gehen nachts Pilze sammeln.


Kommentare

Anderthalb Zentner — 5 Kommentare

  1. Wie ich hörte, steckt da ein geheimes Zuchtprogramm dahinter. Die Franzosen wollen mit Doppelkopf-Fischen den Weltmarkt überschwemmen.

    Rein technisch gesehen ist das ja schon bemerkenswert. 30.000 Liter können da einfach so ausfließen?

  2. Lieber Holger,

    da hast du ein ernstes Thema prima humorvoll rübergebracht.
    Ich kann ehrlich gesagt auch nicht begreifen, warum man überhaupt nur ansatzweise darüber nachdenkt die benötigte Energie mit noch mehr Atomkraftwerken auf der Welt herzustellen.

    LG,
    Martina

  3. Liebe Martina,
    die meisten verschließen ihre Augen und Ohren vor diesem Thema. Kleine, weiße Wölkchen aus den Schloten, der Abfall in den Salzschacht. Schon ist die Bedrohung durch Kernenergie vergessen. Genauso wie Tschernobyl schon vergessen ist.
    Liebe Grüße
    Holger

    Tja, Bjoern,
    Doppelkopffische gibt´s doch schon. In Bayern. Ach nein, das ist ja nur ein Spiel. Aber 30.000 Liter verlieren ist schon heftig. Obwohl das auch schon vorkam. In dem Betrieb, in dem ich lernte, sind auch schon knapp dreißigtausend Liter abhanden gekommen. Hatte jemand den Schieber nicht richtig geschlossen. Nur war es bei uns auch auch angereichertes Wasser. Mit Ton. Mit flüssigem Ton. Der hat wenigstens nicht gestrahlt. Nur bisschen pappig dann beim sauber machen.
    Holger

  4. Ja… man vergisst/verdrängt viel… aber Tschernobyl nicht!
    Es war Ende April vor 22 Jahren, das Wetter war herrlich, als die Wolke gen Südwesten zog … ich war mit meiner Tochter schwanger. Es ging alles gut! Aber wenn ich mir vorstelle, dass das „Unmögliche“ jederzeit wieder passieren kann…

  5. Es freut mich, dass bei euch alles gut ging. Ich kenne leider auch den anderen Fall. Doch darum scheren sich die Konzerne nicht.

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