StartseiteBücherMitternachtskinder

von Salman Rushdie ist das zweite Buch, welches ich nicht bis zum Schluss las. Lag es an meiner Erwartungshaltung, nachdem ich den Klappentext las – ich weiß es nicht. Der Anfang mit weit über hundert Seiten zog sich mit der Vorgeschichte schleppend dahin; dann ein Lichtblick mit Beginn der eigentlichen Handlung. Doch assoziierte ich mit dem Datum der Unabhängigkeit Indiens und der Geburt der Mitternachtskinder einen Roman weniger als Familienchronik oder Biografie, eher über die indischen Mythen und die Philosophie des Kontinents, das kam mir persönlich etwas zu kurz. Die letzten hundertfünfzig Blätter habe ich dann auch übersprungen. Irgendwie konnte ich mich mit dem Buch nicht anfreunden, obwohl Rushdies Stil zu Schreiben lesenswert ist. image

Der Verlag schreibt über das Buch: 15. August 1947, Mitternacht: Indien wird unabhängig – und zwei Kinder werden geboren, deren Schicksal untrennbar mit dem ihres Landes verbunden ist. Saleem Sinai, Erbe einer reichen muslimischen Familie und Shiva, Sohn besitzloser Hindus. Eine gutmeinende Krankenschwester vertauscht die beiden …


Kommentare

Mitternachtskinder — 6 Kommentare

  1. Lieber Holger,

    ja, das kommt vor, dass ein Buch nicht die Erwartungen erfüllt. Dabei klingt der Klappentext vielversprechend. Schade.

    Wie ich mich kenne, hätte ich mich vermutlich auch noch durch die letzten Seiten gequält. *lach* Ich hoffe nämlich immer bis zum Schluss, dass doch noch was kommt, das das Buch zum Knüller macht. Selten lese ich ein Buch nicht zu Ende. Denn das Ende nicht zu kennen, macht mich wahnsinnig. 😀 Könnte was verpasst haben. Doch nur selten hat es sich bisher gelohnt, solche Bücher bis zum Ende zu lesen. Und doch tue ich es immer wieder. *seufz* Dabei könnte man die Zeit besser nutzen.

    Von Rushdie habe ich bisher nur ein Buch gelesen. Und das auch nur, weil wir es für unseren Autorenstammtisch gelesen haben. Es war nicht übel, aber nicht so ganz mein Ding.

    Dann bin ich mal gespannt, was du über das Buch zu berichten hast, das du jetzt liest.

    Liebe Grüße,
    Martina

  2. Lieber Holger,

    ich hatte schon ein paar Male Bücher von Rushdie in der Hand, stand unschlüssig mit ihnen im Buchladen oder setzte mich in eine Leseecke, las darin herum; aber jedes Mal bin ich dann doch mit einem anderen nach Hause gegangen.

    Also – wenn’s mich so überhaupt gar nicht reinzieht, kann es noch so weit oben auf der Muss-man-lesen-Liste stehen, ich ziehe dann doch etwas anderes vor.

    Vielleicht, wenn ich etwas älter bin – und erwachsen 🙂

    Thich Nhat Hanh find ich auch interessant. Von ihm habe ich das Buch „Ärger-Befreiung aus dem Teufelskreis destruktiver Emotionen“
    😉

    Bin gespannt, was du von diesem jetzt berichtest.

    Liebe Grüße
    von
    Sabine

  3. Liebe Martina, liebe Sabine,

    Das erste Buch, welches ich nach gut fünfzig Seiten zuklappte, war ein Insp. Jury Roman von Martha Grimes. Und nun dieses. Bisher hatte ich immer Glück mit meiner Buchauswahl, auch wenn ich mich nicht nach den Bestsellerlisten richte. Mein jetziges Buch bereitet mir Freude, ich lese es gern.
    Das mit dem Erwachsenwerden ist so eine Sache. Ich fühle mich eigentlich noch nicht so richtig erwachsen. Reife und Erwachsen sein sind für mich zwei verschiedene Sachen. Ich habe die Reife, Hesse, Heine, Mann und all die anderen zu lesen. Mit dem anderen Begriff verbinde ich immer einen Hauch Spießigkeit. Aber jeder denkt darüber anders.
    Liebe Grüße an euch zwei,
    Holger

  4. Bin ganz Deiner Meinung. Mir ging es genauso mit dem Rushdie-Machwerk. Angefangen und gelangweilt nicht zu Ende gelesen. Schon Jahre her, und ich kann mich an nichts mehr erinnern. Einfach zu schlecht.

  5. Lieber Holger,

    ja, so ähnlich war das gemeint – erwachsen sein und Reife haben auch für mich verschiedene Bedeutungen.

    Ich weiß nicht, was es bei Rushdie ist – es zieht mich nicht rein. Aber ich bin schon froh, dass es nicht nur mir so geht.

    Viel Freude noch mit Thich Nhat Hanh
    wünscht
    Sabine

  6. Ich bin ja richtig froh, nicht der einzige zu sein, der mit Rushdies Werk nicht klar kommt. Liest man die Rezensionen, welche das Buch schon als „Weltliteratur“ deklarierten, müsste man ja ganz hin-und her gerissen sein davon.

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