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Wer poltert da noch durch die Medien – nicht mehr leis,

das ist doch RR – wohl schon ein Greis.

Man könnte meinen, Herr Reich-Ranicki wäre in seinem Ohrensessel aufgewacht und sah sich nicht mehr beachtet. Deswegen muss er wohl jetzt durch die Medienlandschaft schimpfen. Hegte ich noch ein wenig Sympathie für ihn, nach seiner Weigerung den Fernsehpreis anzunehmen, hat er diese jetzt verloren. Befreundete er sich während der Sendung mit Herrn Gottschalk und attackierte die ihm zu Hilfe eilende Elke Heidenreich; doch damit nicht genug. In der Dezemberausgabe des Magazins „Cicero“ legte er noch einmal nach. Sagte er doch zu der Sendung Lesen „Diese Reklame für Bücher ist mir zu billig.“ Stimmt, Herr RR. Sie machten ja vor kurzem für die Firma mit dem großen, rosa T Werbung, die war dann nicht so billig. Des weiteren motzte er noch gegen Sigrid Löffler, welche die Sendung von Elke Heidenreich auch nicht weiter führen könne. Einen Augenblick lang war ich geneigt zu denken, er hätte ein Problem mit (klugen) Frauen. Doch paar Sätze weiter versucht er sich bei Frau Merkel anzubiedern, welche sich doch auch in die Diskussion über die Fernsehqualität einmischen sollte. Oder hat er doch ein Frauenproblem? Schließlich überwarf er sich nun noch mit seiner Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz vom Suhrkamp-Verlag und wechselt zu Hoffmann und Campe.

Setzen Sie sich doch bitte wieder in Ihren Lehnstuhl und lesen paar Bücher.


Kommentare

Polterg(r)eis(t) — 5 Kommentare

  1. Lieber Holger,

    Also mir kann keiner erzählen, dass Madame und Monsieur nicht wussten oder zumindest ahnten, was bei dem Fernsehpreis so abgeht – immerhin ist das der zehnte.
    Man weiß, wer nominiert ist und wo die Preise aller Wahrscheinlichkeit nach hingehen.

    Gekriselt hat’s zwischen Sender und Intelligenzia schon seit einer Weile – und wenn schon Abgang, dann darf es ruhig ein Abgang mit viel Feuerwerk sein.
    Mir erscheint das alles so scheinheilig, schließlich wissen auch RR und Heidi, wie man sich die Medien zunutze macht.

    Wie sie sich nun gegenseitig zerfleischen, hat schon was tragisch-komisches…

    Liebe Grüße,
    Sabine

  2. Ja, der Auftritt war wirklich köstlich. Was allerdings später alles noch nach kam, spottet jeder Beschreibung. Die Fernsehkultur wird deswegen auch nicht besser – ob nun mit oder ohne dem Einmischen der Bundeskanzlerin.

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