StartseiteAllgemeinAbgehobenes Erfrischungsgetränk

Einige Bundesländer verbieten das Colagetränk der Marke, nach deren Genuss man, engelgleich, Schwingen verliehen bekommt. Nun wird diese Cola aber nicht auf Grund des zugesetzen – schädlichen – Zuckers aus den Regalen verbannt, nein, es fanden sich minimale, unschädliche Spuren von Kokain in dem Getränk. Demzufolge ist es jetzt kein Lebensmittel mehr, sondern wird als Betäubungsmittel deklariert. Was ist nun dieses Mittel, mit deren Hilfe man sich betäubt? Eine Mischung aus Ackerminze, Senfsamen, Vanille, Ingwer und anderen Zutaten, dazu noch ein wenig dekokainierter Kokaextrakt. Die Füllmenge der Büchse beträgt 0,25 l. Ich stelle mir nun vor, innerhalb von zwei, oder sagen wir besser drei Stunden, 3 Büchsen zu trinken. Also einen dreiviertel Liter Cola über die angenommene Zeit. Danach erledigte ich dann Rechenaufgaben oder anderes, um den Dämmerzustand festzustellen. Anderntags wiederholt man das Experiment mit gleichen Vorgaben, nur nehme man diesmal, ohne mit der Cola zu vermischen, eine Flasche Wodka. Ohne einen Arzt oder Lebensmittelchemiker zu bemühen, kann ich das Ergebnis vorhersagen. Doch lassen wir diese Experimente, überlassen das weitreichende Thema den Experten. Ich werde versuchen, mit ebendieser Cola, meine Mohnpflanzen zu düngen. Vielleicht bringt das ja etwas Schwung.

Na denn, Prost!


Kommentare

Abgehobenes Erfrischungsgetränk — 6 Kommentare

  1. Ein raffinierter Schachzug, der Vergleich mit der Wodkaflasche, da wirkt das Verbot beflügelnder Getränke wie etwas willkürlich Herausgepicktes…

    Mal sehen, bis wann man feststellt, dass durch Geschmacksverstärker und künstliche Aromastoffe Jahrgang um Jahrgang von Kindern und Jugendlichen herangezogen wird zu Fastfoodessern, weil ihnen das Unverfälschte nicht mehr schmeckt.

    Liebe Grüße
    Claudia Jo.

  2. Lieber Holger,

    das ist typisch deutsch. Es interessiert nicht wirklich, ob es schädlich ist oder nicht. Hauptsache der Regeln und Gesetze ist Genüge getan.

    Liebe Grüße,
    Martina

  3. Hallo ihr zwei,

    das mit dem Wodka ist mir eingefallen, da ja viele diese zwei Getränke vermischen. Vermehrt die Jugendlichen. Vielleicht ist ja das „Komasaufen“ so poulär, weil niemand diese Kokaincola trinken will.
    Natürlich könnte man auch fragen, warum Glutamat und ähnliches nicht verboten wird. Aber dann käme ja die Lobby der Lebensmittelindustrie …
    Liebe Grüße,
    Holger

  4. Lieber Holger,

    ich vermute mal, dass Dein Artikel nicht unter Wodkaeinfluss entstanden ist. Sondern, dass Du vielmehr „betäubt“ warst…

    Und es gibt kulinarisch nichts schöneres, also eine Frucht oder ein Gemüse, das nicht in einer Fabrik denaturiert wurde.

    Liebe Grüße,
    Ulf

  5. Seit dem Verbot sieht man Heerscharen von Bundesbürgern die Feldraine beschnüffeln und heimlich Ackminze anbauen. Frau von der Leyen ist besorgt und erklärt Senfsamen zur verbotenen Substanz.

    Prost

  6. Jetzt erschließt sich mir auch das leere Senfregal. Also hat Frau von der Leyen schon zugeschlagen. Falls mein bevorzugter Speisesenfhersteller nun eine Krise bekommt, möge er sich an den Fleisch Fördertöpfen der Regierung schadlos halten.

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