StartseiteAllgemeinWieder da!

Er ist wieder hier, in seinem Revier!

Nach Tagen bangen wartens kam er am Freitag nachmittag nach Hause. Das ganze Viertel mit Handzetteln versorgt, Tasso schickte auch noch Suchplakate, welche der Postbote Freitag brachte. Nachbarn liefen die Straßen ab – alle suchten mit. Bis plötzlich ein Mann aus dem zweiten Stock vom Balkon aus ein graues Felltier über die Wiese laufen sah. Er gleich die Treppe runter, um die Nachbarin mit dem Schlüssel zu informieren. Eine andere Nachbarin sah den Kater dann auch und klingelte Sturm. Fünf Minuten später war wieder Futter im Napf, meine Frau und ich bekamen auf Arbeit Anrufe, dass er in der Küche sitzt und sich den Bauch vollschlägt.

Als ich nach Hause kam schlief er seelig auf dem Schrank. Nach einer kätzischen Begrüßung den Napf wieder befüllt, er den Napf sogleich wieder geleert. Dann wollte der Streuner aber wieder raus. Durfte er aber nicht. Zuerst machte ich meine Runde, um all die Zettel wieder einzusammeln – sonst stünde wohl das Telefon nicht still und wohlmeinende Nachbarn brächten ihn dann im Zehnminutentakt wieder nach Hause.

Selbst Eric Clapton gibt ein Ständchen dazu.

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Kommentare

Wieder da! — 5 Kommentare

  1. Ich vernehme mit Staunen, dass „im Osten“ Nachbarschaftshilfe noch GROSS geschrieben wird, vermutlich auch ohne des künstlichen Anreizes eines Finderlohnes! Einfach so … Nicht unbedingt Bestandteil des Verhaltensrepertoires des Homo Sapiens germanius westus egozentrus.
    King Artus residierte indes anderen Ortes privater Lustbarkeit. Wer konnt’s ihm verwehren?

  2. Ein Finderlohn war nicht auf unseren Handzetteln vermerkt. Doch als ich im Blumenladen um Herausgabe des nun veralteten Zettels bat, nahm ich einen Strauß Blumen für die Nachbarn mit. In unserem Wohngebiet ist der Kater „bekannt wie ein bunter Hund“ – wohl deshalb die Hilfsbereitschaft.

  3. Katzen, Mäuse, Menschen… alle brauchen zwischendurch mal ’ne Auszeit. Wellcome back 🙂

    Liebe Grüße
    Claudia Jo

  4. Hallo Holger,

    das freut mich für dich, dass euer Streuner wieder da ist. Ich würde verrückt werden, wenn ich eine Katze hätte und die käme nicht zurück.

    Liebe Grüße,
    Martina

  5. Nun ja, während der dreitägigen Abwesenheit sind die Mäuse im Parademarsch den Weg auf- und ab stolziert. Eine davon hat den Tag nach der Rückkehr nicht überlebt. Vermutlich zu sehr gefeiert und berauscht gegen das Maul eines Katers getorkelt. Er war wohl etwas grob bei der Ersten Hilfe.

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