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hat heute seinen 33. Todestag. In Erinnerung an ihn, den großen Satiriker, ein kleines Gedicht:

Was auch geschieht!

 

 

 

Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!


Kommentare

Erich Kästner — 5 Kommentare

  1. Sehr schön. Ich mag Erich Kästner, aber auch Heinz Erhardt, der das folgende Gedicht zu Papier brachte. Irgendwie passt das zu unserer Beziehung :-))

    Die Kuh

    Auf der saftig grünen Wiese
    weidet ausgerechnet diese,
    eine Kuh, eine Kuh.

    Was ihr schmeckte wiederkautse,
    mit der Schnautse, dann verdautse,
    und sag Muh, und sagt Muh.

    Ach ihr Herz ist voller Sehnen,
    und ihm Auge schimmern Tränen,
    ab und zu, ab und zu.

    Träumend und das Maul bewegend,
    schaut sie dämlich durch die Gegend,
    grad wie Du, grad wie Du.
    …..

    Schön, daß Du wieder in die Blogwelt eingetaucht bist!

  2. Da habe ich jetzt glatt einen ganzen Tag zum Nachdenken gebraucht, ehe ich verstanden habe. Ein Kompliment, oder?

  3. Hier der volle Text, damals vom Gaulleiter zensiert:

    Was auch immer geschieht:
    Nie dürft ihr so tief sinken,
    von dem Kakao, durch den man euch zieht,
    auch noch zu trinken!
    Denn wenn man das Braune erst innerlich sieht,
    dann fangt ihr an zu stinken

  4. Da bedanke ich mich für die Aufklärung. So hat das Gedicht ja noch mehr Sinn. Und wird immer aktueller. Nun eine Frage: Steht das so in einer neueren Ausgabe von Erich Kästner oder ist das Insiderwissen?

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