Gute Besserung!

Seit gestern beklagen wir auf in unserer Abteilung einen Krankenstand von 50(!) %. Da der verbliebene Rest die Arbeit dann doch nicht in der angegebenen Zeit schafft, heißt das Zauberwort (oder schreibe ich lieber Unwort) „Überstunden“. Dies der geneigten Leserschaft als Entschuldigung, Kommentare verspätet zu beantworten. Desweiteren wird das Aktualisierungsintervall des Blogs rapide sinken, da wir ja in drei Wochen umziehen und gaaanz laaangsam mal anfangen müssen mit packen.

Heute schon gelesen?

Zum Welttag des Buches stelle ich diese Frage. Und ich meine keine Blogpostings sondern die Lektüre eines guten Buches. In unserem Land, dem Land der Dichter und Denker, wird nur noch zwischen 20 und 40 Minuten täglich gelesen. Ich bekenne mich zum Lesen, auch wenn auf Arbeit darüber gewitzelt wird: „Na, heute Abend wieder ein gutes Buch, Glas Wein?“. Doch das stört mich wenig. Um die Bilanz etwas zu erhöhen und meine Kollegen nicht Lügen zu strafen, werde ich mich jetzt mit einem Gläschen Roten und einem Buch auf die Couch verkrümeln.

Spaziergang

Aus dem Vorsatz, nur mal kurz zum Briefkasten zu gehen, ist dann doch eine etwas größere Runde geworden. Einmal rund um den Schwanenteich. Nach den ersten hundert Metern habe ich mich geärgert, den Fotoapparat nicht dabeizuhaben. Aber wer nimmt den schon mit, wenn man nur mal einen Brief einwerfen will?! Dennoch veröffentliche ich ein Bild, aber nur mit dem Handy geknipst: der Zwickauer Schwanenteich.Schwanenteich

And the winner is …

Der wichtigste Literaturpreis der USA, der Pulitzer-Preis, geht dieses Jahr, in der McCarthyKategorie Roman, an Cormac McCarthy. Er bekommt ihn für seinen Endzeitroman „Die Straße“. McCarthy wurde 1933 geboren und lebt derzeit in Santa Fe, New Mexico. Bekannt wurde er erst mit seinem sechsten Roman, „All die schönen Pferde“, der im Jahr 2000 auch verfilmt wurde. Bisher wurden ihm unter anderem noch der William Faulkner Award und der National Book Award verliehen. Und hier der Klappentext des Romans „Die Straße“:

Ein Vater und sein Sohn wandern durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee grau. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Sie haben nichts als einen Revolver mit zwei Schuss Munition, ihre Kleider am Leib, eine Einkaufskarre mit der nötigsten Habe – und einander. „Die Straße“ ist die bewegende Geschichte einer Reise, die keine Hoffnung lässt, nur die verzweifelte Liebe des Vaters zu seinem kränkelnden Sohn. Von der US-amerikanischen Kritik als „Meisterwerk“ (Booklist) und als „das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte“ (Publishers Weekly) apostrophiert, ist dies der Höhepunkt von McCarthys außergewöhnlichem literarischem Werk. Es ist ein Roman über die letzten Dinge, über das Schlimmste und Beste, zu dem die Menschheit fähig ist: ultimative Zerstörung, verzweifeltes Durchhaltevermögen und, nicht zuletzt, die Zärtlichkeit und Zuneigung, die Menschen im Angesicht der Vernichtung Kraft zum Überleben geben.

Das Buch werde ich wohl noch meiner Wunschliste hinzufügen, obwohl mir nach dem gestrigen „Pleiten-Pech-und Pannen“ Arbeitstag nach aufmunternderer Lektüre zumute ist.

Das Wort zum Donnerstag

Leider wurde mir von Flocke der Kommentar zum gestrigen „heute-journal“ mit dem Starsprecher Harald >>Dirty Harry<< Schmidt untersagt, mit dem Hinweis, ich könne ja eine Weinkritik schreiben. Die Rezension des Auftritts von H. Schmidt dann selbstverständlich bei Krötengrün. Nun gut.

Leicht nussiger Geschmack, ein kleiner Hauch Himbeere, dazu eine Nuance Holz. Im Abgang war Herr Schmidt der Wein sehr lang anhaltend.

Ich kann es dann doch nicht lassen. Nach dem ersten Satz fühlte ich mich zum „Das Wort zum Sonntag“ hineinversetzt. Persönlich hätte ich mir als Interviewpartner des Herrn Ministers Schäuble den Meister selbst gewünscht, natürlich aber in seiner gewohnten, zynisch-ironischen Art.