Der Zirkus ist da!

Als Kinder, um nicht das Wort „früher“ zu schreiben, waren wir immer hellauf begeistert, wenn ein Zirkus hier sein Zelt aufbaute. Wir konnten es kaum erwarten, die ständig Späße machenden Clowns zu sehen, Artisten schwebend in der Zirkuskuppel und natürlich die Raubtiere. Heute denke ich darüber anders. Namentlich die Tiere, welche dann herausgeputzt im Kreise rennen oder durch Reifen springende Großkatzen. Den restlichen Tagesablauf gucken sie dann traurig durchs Gitter. Wer trotzdem hingehen will, bis Sonntag gastiert der Zirkus Probst noch in Zwickau.

Zirkus Probst

Zirkus Probst auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau.

Musikgeschmack

In einer heutigen Radiosendung bei „MDR-Figaro“ wurde eine Jazzversion von einem Popsong der späten 80er-Jahre gespielt, wobei es zu erraten galt, wer das Lied im Original schrieb. Manche erkannten das Lied erst, nachdem das Original lief. Ich wusste zwar, um welchen Song es sich handelt, konnte auch das Jahrzehnt bestimmen, doch nur der Name der Gruppe ist mir nicht in den Sinn gekommen. Mein Kommentar dazu war: „Ich kenne halt das neumodische Zeugs nicht!“ Die Lösung lautete auf „Pet Shop Boys – It´s a sinn“. (Ich weiß nicht, ob das richtig geschrieben ist, kenne es ja nicht weiter.) Gut, das Lied ist schon an die 20 Jahre alt, aber meine Musikkenntnisse und der Geschmack sind irgendwie Ende der Siebziger stehengeblieben. Soll aber nicht heißen, dass ich mir keine Musik anhöre, die derzeit produziert wird. Irgendwo wird man ja immer beschallt. Und außerdem gibt es ja noch Künstler – ja, richtige Künstler – welche über 40 Jahre schon erfolgreich auf der Bühne stehen und Platten produzieren. Viele Grüße an Neil Young und Bob Dylan.

Ein Besuch im Buchladen.

Zuvorderst, um einmal ein Lob den Buchhändlerinnen und Buchhändlern auszusprechen, mir ist es noch nie so ergangen wie in dem nachstehenden Artikel beschrieben. In meiner Lieblingsbuchhandlung wurde ich bisher immer freundlich bedient.

Diesen Artikel habe ich letzte Woche, den genauen Tag weiß ich nicht mehr, in der „Freien Presse“ gefunden.

Buchladen

Umzugsstress

Ich dachte gar nicht, dass so kurz, nachdem wir eine neue Wohnung fanden, der Stress schon losgeht. Aber es ist so. Einen Vormittag die Räume ausgemessen, einen anderen zum neuen Vermieter, Verträge unterzeichnen, Kündigung für die alte Wohnung schreiben, zur Post bringen. Ach ja, das Finanzamt schickt die Steuererklärung nicht mehr zu, also auch zum Finanzamt um die Vordrucke zu holen. Die Zeit ab vierzehn Uhr widmete ich dann meinem Arbeitgeber, wieder diese leidvolle Mittagschicht. Durch diese ausgefüllte Woche ist dann so einiges liegen geblieben wie Einkaufen, unter anderem eine neue Kaffeemaschine, da die alte Maschine nicht mehr so wollte, wie ich es will. Zu meiner großen Enttäuschung habe ich auf den Besuch der Leipziger Buchmesse verzichtet. Obwohl, ich wäre ja sowieso samstags gefahren, und wie ich hörte, gibt es dieses Jahr wieder einen neuen Besucherrekord. Letztes Jahr waren wir auch samstags zur Buchmesse und es war mehr ein Schieben, Stoßen und Drängeln, zumindest ab der Mittagszeit. Nächstes Jahr, so habe ich es mir vorgenommen, werde ich einen Tag Urlaub nehmen und schon am Donnerstag oder Freitag, oder beide Tage, die Messe besuchen.

Nachdenkliches

Pünktlich zum Start in die neue Woche etwas Nachdenkliches, für all jene, welche die Verfügungen der Vorgesetzten verstehen wollen. Gefunden in der Erzählung „Beim Bau der chinesischen Mauer“ von Franz Kafka.

„Suche mit allen Deinen Kräften die Anordnungen der Führerschaft zu verstehen, aber nur bis zu einer bestimmten Grenze, dann höre mit dem Nachdenken auf.“

Heute ist Sonntag

Was ist also passiert? Am Montag haben wir nach langer Suche eine neue Wohnung gefunden. Nun noch das ganze Schriftliche regeln und in acht bis zehn Wochen können wir dann umziehen.

Die ganze Woche Mittagschicht, gut, das hält einen nicht vom Schreiben ab. Doch am Mittwoch kam dann noch eine grässliche Erkältung dazu. Nach der Arbeit nur noch eine große Tasse warmes Bier getrunken und ins Bett. Dafür hatte ich dann Alpträume, denn ohne abzuschalten gleich nach der Arbeit schlafen geht nicht. Gestern gönnte ich mir dann ein Medikament aus der Apotheke, den Beipackzettel mit Risiken und Nebenwirkungen habe ich mir vorsichtshalber nicht so ganz genau durchgelesen, sonst schluckte ich das Zeugs wohl nicht. Aber es geht aufwärts.

Elchwanderung

Laut einer Meldung bei Welt.de wandern Elche nach Deutschland ein. In der Lausitz und in Bayern sind welche gesichtet worden.

In Bayern wird bestimmt schon an einem Notfallplan gearbeitet, wie man den „Problem-Elchen“ wohl beikommen kann. Na dann, auf auf zum fröhlichen Jagen.

Mondfinsternis

Letzte Nacht war in Deutschland eine Mondfinsternis. Selbst wenn keine gewesen wäre, hätte man den Mond nicht gesehen, zumindest hier in Zwickau nicht:

Tiefhängende, dunkle und bedrohliche Wolken kratzten an den rauchenden Schloten der Fabriken. Fast den ganzen Tag und die ganze Nacht regnete es aus ihnen ohne Unterlass, so als wenn eine zweite Sintflut über die Stadt hereinbrechen sollte. Die Sterne versteckten sich hinter den grauen Wolken, wagten nicht hervorzublinzeln hinter den Gebilden des Himmels. Selbst der Mond, welcher gerade groß und rund am Firmament erscheinen wollte, konnte seine Helligkeit nicht durch das Meer der trüben, nassen Wolken auf die Erde schicken.