Online Lesen – der Appetitanreger für gedruckte Bücher

Die Verlage Random House und HarperCollins stellen ihre Bücher ins Netz! Es kommt etwas überraschend, da sich ja fast alle Verlage gegen eine Digitalisierung ausgesprochen hatten und gegen Google sturmgelaufen sind, die Bücher volltextindiziert online stellen wollen. Soweit ich mich erinnere, gab es ja auch bei dem Roman „Tod eines Kritikers“ von Martin Walser eine Kopie im Internet, bei der der Suhrkamp-Verlag höchst erbost war. Doch zurück zu dem neuen Dienst. Dies geschieht bei Random House mit dem neuen Service namens „Insight“. Zunächst noch auf der amerikanischen Webpräsenz, doch Random House Deutschland will diesen Service auch in den nächsten Wochen einführen. Dabei kann man online in ausgesuchten Werken lesen. Es steht zwar nicht das gesamte Buch zum Lesen bereit, es sollen ungefähr vierzig Seiten sein, aber zum reinschnuppern müsste es ja reichen. Es ist sogar erlaubt, auf eigenen Webseiten diese Inhalte einzustellen. Die Ansicht erfolgt dabei im Original-Layout der Bücher. Bei HarperCollins ist es das gesamte Buch, wie mir scheint, allerdings mit Copyright-Vermerk.

Das mit dem Einfügen in meinen Blog hat wohl nicht geklappt, ich werde das morgen nochmal probieren.

new InsightBookReader(’single‘, ‚9780679417392‘, ‚Nineteen Eighty-Four‘, ‚George Orwell‘, ‚0‘);>

Das Wetter am Wochenende.

Wissenschaftler haben wieder eine neue Studie über das Wetter veröffentlicht. Darin heißt es, dass das Wetter an den Wochenenden meist schlechter ist als der Rest der Woche. Rein gefühlsmäßig habe ich das ja schon immer geahnt. Berufsgruppen, welche am Wochenende arbeiten müssen, sehen das vielleicht anders. Da verteilt sich das schlechte Wetter auf die freien Tage unter der Woche. Die Studie besagt weiterhin, der Berufsverkehr ist offenbar die Ursache des Phänomens. Schuld daran sind doch aber wahrscheinlich eher die Arbeitgeber. Wir sollen uns am verregneten Sonntag schon auf die nächste Arbeitswoche freuen. Denn da scheint die Sonne. Dazu passen dann auch die Überschriften der Stellenanzeigen eines PC-Herstellers: „Thank God it´s Monday!“

Eine ziemlich einseitige Unterhaltung

Heute hatte ich wieder das Vergnügen, meinem Zahnarzt einen Besuch abzustatten. Im Wartezimmer wollte ich mich gerade gemütlich mit einer Zeitung, in der ein interessanter Bericht über Indien abgedruckt ist, auf die Couch lümmeln. Doch soweit kam es dann doch nicht. Ich durfte dann doch gleich ins Behandlungszimmer. Hat der Zahnarzt solch Sehnsucht nach meinen Zähnen? Ich auf dem Stuhl, Mund weit auf, die Instrumente werkeln an meinen Zähnen und Herr Doktor erzählt und stellt Fragen. Nun weiß ich nicht weiter. Sind es rein rhetorische Fragen oder erwartet er tatsächlich eine Antwort. Da ich ein höflicher Mensch bin, versuche ich dann auch zu antworten. Ob er mit meinen Antworten zufrieden war, kann ich nicht beurteilen. Aber anscheinend reichte ihm ein Ähh, ahh und haa als Antwort. Nach der Behandlung dann aber doch noch ein wenig geplaudert. Alles in allem ein erfolgreicher Besuch beim Zahnarzt. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

E-Book gegen Buch

Nachdem ich schon drei Anläufe genommen habe, „Die Verwandlung“ von Franz Kafka am Bildschirm als E-Book zu lesen, brach ich den Versuch dann ab. Daraufhin im Buchladen „Die Erzählungen“ gekauft. Als richtiges Buch, gebunden und mit Lesebändchen – was ja mittlerweile eine Seltenheit geworden ist. Und schon habe ich knapp ein Viertel des Buches gelesen. Für mich bleibt ein gedrucktes Buch immer noch die erste Wahl.

Frühaufsteher

„Dies frühzeitige Aufstehen macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben.“

Diese Gedanken hat Gregor Samsa in Franz Kafkas „Die Verwandlung“.

Und mir kommen sie bekannt vor, nachdem ich heute 6:00 Uhr aufgestanden bin. Obwohl ich auch bis neun oder noch länger im Bett liegen könnte.

Zum Todestag von Heinrich Heine:

 

Mein Kind, wir waren Kinder,
Zwei Kinder, klein und froh;
Wir krochen ins Hühnerhäuschen,
Versteckten uns unter das Stroh.

 

Wir krähten wie die Hähne,
Und kamen Leute vorbei –
»Kikereküh!« sie glaubten,
Es wäre Hahnengeschrei.

 

Die Kisten auf unserem Hofe,
Die tapezierten wir aus,
Und wohnten drin beisammen,
Und machten ein vornehmes Haus.

 

Des Nachbars alte Katze
Kam öfters zum Besuch;
Wir machten ihr Bückling‘ und Knickse
Und Komplimente genug.

 

Wir haben nach ihrem Befinden
Besorglich und freundlich gefragt;
Wir haben seitdem dasselbe
Mancher alten Katze gesagt.

 

Wir saßen auch oft und sprachen
Vernünftig, wie alte Leut‘,
Und klagten, wie alles besser
Gewesen zu unserer Zeit;

 

Wie Lieb‘ und Treu‘ und Glauben
Verschwunden aus der Welt,
Und wie so teuer der Kaffee,
Und wie so rar das Geld! – – –

Vorbei sind die Kinderspiele,
Und alles rollt vorbei –
Das Geld und die Welt und die Zeiten,
Und Glauben und Lieb‘ und Treu‘.

 

aus Heine: Buch der Lieder