Rückschritt

Am Wochenende werde ich versuchen, von meiner wordpress 2.6 Installation zu meiner alten 2.3 zu wechseln und dann die neue noch einmal installieren. Es haben sich einige Fehler eingeschlichen; ich werde sie auch nicht los. Hoffentlich weilt mein blog am Montag dann noch unter euch.

Zickenalarm

Gestern kam ein Fahrer aus dem Büro raus und sagte mir, ich solle ihm 5 Gitterboxen für die Firma OSK aufladen. Daraufhin schickte ich ihn wieder ins Büro zur Kollegin und ließ ihn ausrichten (natürlich in meiner gewohnt netten und liebenswürdigen Art) ob das mittlerweile egal sei, was aufgeladen werden soll oder ob es denn doch bestimmte Teile sein sollen. Nach seiner Rückkehr sagte er mir die Teilenummer. Die Nummern sagten mir zwar nix, aber vielleicht waren es neue Teile und ich kannte sie bestimmt noch nicht. Doch fand ich die Gitterboxen nirgends. Noch mal nachgefragt, „Nein, die müssen da stehen!“ Ein Anruf bei dem zuständigen Fertigungssteuerer brachte dann Klarheit. Er zeigte mir die Teile. Ich wies ihn darauf hin, dass es die Teilenummer soundso ist und die Teile mit der dranhängenden Nummer übereinstimmen. Alsdann erfuhr ich, die Teile haben eine neue Nummer bekommen, wurden aber noch nicht umetikettiert. Ich lud die Gitterboxen auf. „Freudig“ erregt kehrte ich ins Büro zurück und stellte meine Kollegin zur Rede. „Ich habe das auch erst heute früh erfahren“, bekam ich zur Antwort. Mit meiner zuvorkommenden, wirklich netten Art sagte ich ihr, dass sie so was dann ruhig mit erwähnen könnte.

Nu isse beleidigt und spricht nicht mehr mit mir.

Tagebuch

Den Göttern muss sein Leben ein Wohlgefallen gewesen sein. So liest sich zumindest sein Tagebuch. image Wer in seinen Tagesablauf blicken möchte, erhält hier einen kleinen Abriss. Empfehlenswerter sind allerdings seine Briefe, welche Bukowski zwischen 1958 und 1994 schrieb und unter dem Titel „Schreie vom Balkon“ veröffentlicht wurden. Ich werde sie noch einmal lesen, schließlich ist es schon über zwei Jahre her, dass der Buchdeckel zu geklappt wurde.

Und das schreibt der Verlag dazu:

»Das Schlimmste: Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt.«
Erstmals in deutscher Sprache: Ein Tagebuch von Charles Bukowski, gnadenlos offen und schonungslos – nicht nur sich selbst, sondern allen gegenüber, die seinen Weg kreuzen. Ein Buch, das Charles Bukowskis Weltanschauung auf den Punkt bringt – illustriert von Robert Crumb.
Abend für Abend sitzt Charles Bukowski vor seinem Computer und schreibt auf, was ihn am zurückliegenden Tag bewegt hat. Leicht bis ziemlich betrunken erzählt er – bar jeder Höflichkeit – von Nachbarn, Freunden, Fans, der Rennbahn, dem Eheleben, dem Schreiben. Er zählt auf, was ihn nervt oder freut, wie sehr ihm das Alter zusetzt und wie es ihn anwidert, wenn Leute versuchen, sich in seiner Berühmtheit zu sonnen.
»Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt. Alle, die mich zu Lebzeiten gefürchtet oder gehasst haben, finden mich jetzt ganz toll. Meine Worte sind überall. Clubs und Gesellschaften werden gegründet. Man macht mich viel mutiger und begabter, als ich es gewesen bin. Es wird übertrieben. Sogar den Göttern kommt das große Kotzen. Die menschliche Rasse übertreibt alles. Ihre Helden, ihre Feinde, ihre Bedeutung.«

Kurzurlaub an der Ostsee

Ferienbeginn – der Stau endlos lang,

der Fahrerin wird langsam bang.

Erreicht dann doch das Hotel am Meer,

aber wehe ihr – das Buffet war schon leer.

Das Zimmer doppelt belegt, ein Jammer;

was bleibt, ist nur die Besenkammer.

Am nächsten Tag sollt´s Baden sein,

allein es fehlt der Sonnenschein.

Der Wasserball ist auch verschwunden,

um ihn hat sich der Tang gewunden.

Es schwimmen Spalier die Feuerquallen,

die Schreie hört man zum Strand hin schallen.

Dann eben einen Strandspaziergang,

rausgeputzt die Promenade entlang.

Die Haare hochgesteckt – ohne Zopf,

´ne Möwe schmeißt was auf den Kopf.

Doch nun ist´s ja einerlei,

das Wochenende ist eh´ vorbei.

Anderthalb Zentner

ist das Gewicht des in die Flüsse entschwundenen Urans im französischen Tricastin. Doch verstehe ich jetzt die ganze Aufregung nicht. Es bringt doch auch eine Menge Vorteile. Bekanntermaßen ist diese Region ein Weinanbaugebiet der südlichen Rhône. Da freue ich mich schon auf den Jahrgang 2008, der Rotwein kommt dann wirklich mit schönen „leuchtenden“ rubinfarben daher. Außerdem können die Winzer dadurch die Weinlese auch nachts machen. Es wäre nur von einer EU-Kommision zu klären, ob dieser Zustand ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Winzerkollegen ist. Falls dem so sein sollte, könnten die hessischen Weinbauern in Biblis ähnliches veranstalten. Und schon kommt ein: „Ich sage JA zu deutschem Wein“ über meine Lippen. Gekeltert aus der Rebsorte Cabernet Uran.

Doch ehe nun Skeptiker da etwas anzweifeln wollen, sage ich Ihnen, dass ich weiß, wovon ich schreibe. Vor Jahren wurden hier die radioaktiven Abfälle der Wismut unter anderem zum Straßenbau und als Füllmaterial für Waldwege verwendet. Seitdem sparen wir uns die Straßenbeleuchtung und gehen nachts Pilze sammeln.

Genesen

Nachdem der Buchversand das ersehnte Paket auf Arbeit zugestellt hat – ich erwäge dort einen Zweitwohnsitz zu eröffnen; zwölf Stunden hier, der Rest dort – bessert sich mein Gemütszustand. Charles Bukowski sei Dank. Gleich auf den ersten Seiten wunderbar glitzernde Perlen aus Buk´s Feder.

„Es überrascht mich nicht, daß die Irrenanstalten und Gefängnisse voll sind, und die Straßen auch. Um mich zu beruhigen, sehe ich gern meinen Katzen zu. Die geben mir ein gutes Gefühl. Aber steckt mich nicht in ein Zimmer voll Mitmenschen. Bloß nicht. Besonders an Feiertagen. Bitte nicht.“

Charles Bukowski aus „Den Göttern kommt das große Kotzen“

Und gleich noch etwas bezeichnendes, es trifft auch gut auf die schockierte Kollegin:

„Immerhin rechne ich damit, morgen früh wieder aufzuwachen. Und wenn ich es eines Morgens nicht mehr tue, auch gut. Dann brauche ich keine Fliegengitter mehr, keine Rasierklingen, Rennprogramme und Anrufbeantworter.“

Charles Bukowski aus „Den Göttern kommt das große Kotzen“

Etwas Neurotisch

In dem samstäglichen Werbeblatt einer Supermarktkette fand sich ein halbseitiger Artikel über den „Frauenschwarm“ und Volksmusikstar Florian Silbereisen. Dazu noch ein recht großformatiges Foto von ihm. Nein – nicht dass ich den Artikel gelesen hätte. Irrwitzigerweise entwickelte ich eine, sagen wir Neurose oder eine Phobie. Auf dem Gebiet bin ich nicht so bewandert. Es zog mich zu dem Computer hin, gab eine Adresse in den Browser ein, landete bei einem Buchversender und bestellte. Kein Volksmusikalbum. Irgendwie zog es mich zu Charles Bukowskis Buch „Den Göttern kommt das große Kotzen.“ Jetzt fiebere ich dem Paket entgegen, es schnell auszupacken, und dann meine Medizin zu genießen. Danach werde ich mich wohl erholt haben. Nächstes Wochenende werde ich die Seiten der Reklamezettel etwas vorsichtiger wenden.

SAP +1

Erst einmal vielen Dank für eure Anregungen, dem „Kind“ einen passenden Namen zu geben. So, die erste Woche mit dem Programm überstanden. Und es hätte schlimmer kommen können.

Ein riesengroßes Lob den drei fleißigen „Bienen“ des SAP-Teams – sozusagen unsere Hilfsorganisation – dank ihnen läuft es besser als erwartet. Wenn es klemmt, sind sie sofort zur Stelle.

Paar kleine Aussetzer, ein wenig „Bjoerns Sanddorn Auto Politur“ an den rechten Stellen verteilt, leider immer noch bestimmte Anwender, welche ihre Arbeit nicht ganz so ernst nehmen (das Unwort der Woche: Herr T…); dadurch wieder Verzögerungen und Nacharbeiten.

Ich werde weiter von der Front berichten.

Ein polnisches Programm

beschäftigt mich seit längerer Zeit. Zum 1.7. führt unsere Firma SAP ein. Dies ist auch der Grund für die längere Pause hier. Überstunden, auch am Wochenende, ließen mich den Blog arg vernachlässigen und auch das Lesen und Kommentieren eurer Blogs war eingeschlafen. Doch das ändert sich jetzt wieder.

Böse Zungen auf Arbeit sagen ja SAP – Software Aus Polen, doch kann ich das nicht bestätigen, oder bin ich der Einzige, welcher eine eingedeutschte Version besitzt? Doch lassen wir das lästern, warten den 1. Juli ab, denn dann soll das System zeigen, was es mit uns macht. Die Bedienung komplett anders, das alte Programm war komplett tastaturbezogen, nun dürfen wir wieder die Maus schubsen. Und alles so schön bunt, im Gegensatz zu unserem schwarzen Bildschirm mit gelber oder weißer Schrift und grünen Linien.

Fallen euch noch schöne Umschreibungen für die neue Software ein, dann her damit. Unser altes Warenwirtschaftssystem heißt XPPS, kurz auch als Brain bezeichnet. Mein Synonym dafür:

„No Brain, no Pain“. Doch das lässt sich ja überall anwenden.