So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit

Wie in dem gleichnamigen Weihnachtslied geht es auch bei uns zu. Die Puppe und der Bär sind zwar nicht verschwunden, dafür aber der Ersatzakku des Fotoapparates. Vor einigen Tagen legte ich den Akku auf den Schreibtisch, zum Zwecke ihn aufzuladen. Nun sammelten sich in der Zwischenzeit noch mehr Sachen an: Rechnungen und andere Weihnachtspost, Kalender für das nächste Jahr (da der Weltuntergang noch auf sich warten lässt) und andere Kleinigkeiten.

So werde ich den vierten Adventsnachmittag jetzt nutzen, um den Akku in den letzten Winkeln des Schreibtisches zu suchen.

Steinpleiser Weihnachtsbackstube

Ich vermute, die Küche war gut eingeheizt, der Tisch freigeräumt von unnötigem Ballast, außer dem Adventsgesteck mit zwei leuchtenden Kerzen. Aus dem Radio leise Weihnachtsweisen. Schneeflocken klopfen leise an das Fenster, zwei Rehe inspizieren den verschneiten Garten.

Die Zutaten sorgsam bereitgelegt, kleine und große Förmchen mit den verschiedensten Motiven. Letzten Montag, dafür hatte sie extra einen Tag Urlaub genommen, buk meine Kollegin MP900400170[1]Plätzchen. Mit einem Teil davon wollten wir uns dann die restliche Arbeitswoche versüßen, zum Fünfzehnuhrkaffee, dazu ein qualmendes Räuchermännlein – noch dürfen sie im Büro rauchen, müssen nicht an die dafür vorgesehenen Inseln getragen werden.

Allein die restliche Urlaubsplanung verdarb uns die Nascherei. Ab Dienstag musste ich dann zuhause bleiben, um den Resturlaub noch abzubauen. In einer E-Mail bat ich sie dann, bis Freitag ein paar Leckereien aufzuheben, da ich diesen Tag wieder arbeiten müsse und kurz vor drei Kaffee kochen wöllte .

Doch am Mittwoch, oder war es Donnerstag, klingelte am frühen Nachmittag ein freundlicher Paketbote und brachte ein Päckchen. Empfänger: ich. Absender: Steinpleiser Weihnachtsbäckerei. DHL fährt Plätzchen aus.

Auf diese Weise ganz liebe Grüße in die Weihnachtsbackstube und vielen Dank.

Invalidenküche

Da stehen und sitzen sie in der Küche; diese Armee aus Versehrten, gleich der nicht enden wollenden Schlange in Lourdes, Hoffnung auf Heilung schöpfend, und warten geduldig auf die Genesung.

Heute war Mannelwecken. Und nach dem elfeinhalb Monate währenden Schlaf, unsanfter geweckt als einst Dornröschen, waren manche wohl etwas voreilig, als sie schnell aus dem Karton kletterten. Also mussten die Raachermannln (zu Deutsch: Räuchermännchen), welche sich verletzten, auf dem Küchentisch Aufstellung nehmen. Des Schneemanns rote Mohrrübennase musste wieder befestigt werden, ein nur zur Hälfte gefallener Engel, der linke Flügel brach bei den ersten Flugversuchen, ein Kurrendesänger verlor seinen Stern und weiteren kleinen und großen Patienten ward geholfen. Jetzt stehen sie alle an ihrem Platz,image die Pyramiden warten darauf, endlich angeschoben zu werden um ihren rotierenden Schatten an die Zimmerdecke zu werfen, der Nussknacker hat seine Zähne geputzt und im Keller liegt ein köstlich duftender erzgebirgischer Butterstollen.

Ich wünsche euch eine ruhige, besinnliche Adventszeit, keine Hektik beim Geschenkekaufen und einen schönen Bummel über einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte.

Der Fichtenbaum

Das gibt es nur in Sachsen,

wo die höchsten Bäume wachsen.

fichte

 

Fünf Dinge fallen mir zu dem Artikel in der „Freien Presse“ von heute noch ein:

  1. Das Kultusministerium muss die Naturkundebücher (oder wie das Schulfach jetzt heißt?) umschreiben lassen.

  2. Chemnitz hätte den Baum im Ganzen nehmen sollen, ein Eintrag im Guinnesbuch wäre wohl drin gewesen.

  3. Die Fichte reichte wohl auch für drei Städte, wenn das leidige Problem mit der Spitze dann nicht wäre.

  4. Wie hoch wäre der Baum geworden, ließe man ihn noch ein wenig wachsen, mit 38 Jahren ist er ja noch nicht volljährig?

  5. Wieviel Bäume hätten noch gefällt werden müssen, um die 90 Meter Fichte in einem Stück aus dem Wald zu bekommen