Tschüss Cheffe

Wehmütig blicke ich auf die vergangenen Jahre zurück. Unser Logistikleiter war gestern zum letzten Mal auf Arbeit. Wie heißt es immer so schön, man sucht neue Herausforderungen. Und so auch er. Es war eine schöne Zeit mit ihm als Leiter. Vielleicht denkt er ja mal zurück und behält „seine“ Abteilung in guter Erinnerung!

Am ersten September kommt dann „der Neue“. Wünsche ich ihm mal viel Erfolg bei uns und dass er sich schnell eingewöhnt.

Der Mann mit der Ledertasche

Soeben ausgelesen und schon im Blog. Charles Bukowskis erster Roman. Er beschreibt darin, meist autobiografisch, seine Erlebnisse als Angestellter des U.S. Postal Service – der amerikanischen Postbehörde. Zwei Jahre Briefträger; schikaniert durch seine Vorgesetzten, die ihm die schwersten Routen geben, angepöbelt von ungeduldigen Mitmenschen, welche Post erwarten aber keine bekommen und Hausfrauen – auf den „Milchmann“ wartend, dann mit dem Postbote vorlieb nehmen, haben bei ihm Spuren hinterlassen. Nichtsdestotrotz heuert er nach einer kurzen Auszeit wieder beim selben Arbeitgeber an, jetzt aber im Innendienst, Briefe verteilen. Dazwischen Episoden von seiner geliebten Pferderennbahn, von Frauen, von Alkohol und wieder Alkohol und Frauen.

Hier die Kurzbeschreibung vom Verlag:

»Das gesamte Personal der Post muss in seiner völligen Hingabe an das Interesse der Öffentlichkeit immer standhaft und rechtschaffen bleiben. Vom Personal der Post wird erwartet, dass es nach den höchsten sittlichen Grundsätzen handelt, die Gesetze der Vereinigten Staaten achtet und sich im Übrigen an die Vorschriften und Richtlinien der Postverwaltung hält.«Der Briefträger Henry Chinaski alias Charles Bukowski bleibt unsittlich: Er legt sich mit seinem Vorgesetzten an, säuft, wettet und versucht erfolglos, eine dauerhafte sexuelle Beziehung aufzubauen. Schließlich quittiert er den Dienst, um einen Roman zu schreiben.

„Am nächsten Morgen war die Nacht vorbei, und ich war noch am Leben. Vielleicht schreibe ich einen Roman, dachte ich. Und dann schrieb ich ihn.“

Charles Bukowski

Nachdenkliches

Pünktlich zum Start in die neue Woche etwas Nachdenkliches, für all jene, welche die Verfügungen der Vorgesetzten verstehen wollen. Gefunden in der Erzählung „Beim Bau der chinesischen Mauer“ von Franz Kafka.

„Suche mit allen Deinen Kräften die Anordnungen der Führerschaft zu verstehen, aber nur bis zu einer bestimmten Grenze, dann höre mit dem Nachdenken auf.“