Ein Besuch im Buchladen.

Zuvorderst, um einmal ein Lob den Buchhändlerinnen und Buchhändlern auszusprechen, mir ist es noch nie so ergangen wie in dem nachstehenden Artikel beschrieben. In meiner Lieblingsbuchhandlung wurde ich bisher immer freundlich bedient.

Diesen Artikel habe ich letzte Woche, den genauen Tag weiß ich nicht mehr, in der „Freien Presse“ gefunden.

Buchladen

Online Lesen – der Appetitanreger für gedruckte Bücher

Die Verlage Random House und HarperCollins stellen ihre Bücher ins Netz! Es kommt etwas überraschend, da sich ja fast alle Verlage gegen eine Digitalisierung ausgesprochen hatten und gegen Google sturmgelaufen sind, die Bücher volltextindiziert online stellen wollen. Soweit ich mich erinnere, gab es ja auch bei dem Roman „Tod eines Kritikers“ von Martin Walser eine Kopie im Internet, bei der der Suhrkamp-Verlag höchst erbost war. Doch zurück zu dem neuen Dienst. Dies geschieht bei Random House mit dem neuen Service namens „Insight“. Zunächst noch auf der amerikanischen Webpräsenz, doch Random House Deutschland will diesen Service auch in den nächsten Wochen einführen. Dabei kann man online in ausgesuchten Werken lesen. Es steht zwar nicht das gesamte Buch zum Lesen bereit, es sollen ungefähr vierzig Seiten sein, aber zum reinschnuppern müsste es ja reichen. Es ist sogar erlaubt, auf eigenen Webseiten diese Inhalte einzustellen. Die Ansicht erfolgt dabei im Original-Layout der Bücher. Bei HarperCollins ist es das gesamte Buch, wie mir scheint, allerdings mit Copyright-Vermerk.

Das mit dem Einfügen in meinen Blog hat wohl nicht geklappt, ich werde das morgen nochmal probieren.

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E-Book gegen Buch

Nachdem ich schon drei Anläufe genommen habe, „Die Verwandlung“ von Franz Kafka am Bildschirm als E-Book zu lesen, brach ich den Versuch dann ab. Daraufhin im Buchladen „Die Erzählungen“ gekauft. Als richtiges Buch, gebunden und mit Lesebändchen – was ja mittlerweile eine Seltenheit geworden ist. Und schon habe ich knapp ein Viertel des Buches gelesen. Für mich bleibt ein gedrucktes Buch immer noch die erste Wahl.

Frühaufsteher

„Dies frühzeitige Aufstehen macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben.“

Diese Gedanken hat Gregor Samsa in Franz Kafkas „Die Verwandlung“.

Und mir kommen sie bekannt vor, nachdem ich heute 6:00 Uhr aufgestanden bin. Obwohl ich auch bis neun oder noch länger im Bett liegen könnte.

Zum Todestag von Heinrich Heine:

 

Mein Kind, wir waren Kinder,
Zwei Kinder, klein und froh;
Wir krochen ins Hühnerhäuschen,
Versteckten uns unter das Stroh.

 

Wir krähten wie die Hähne,
Und kamen Leute vorbei –
»Kikereküh!« sie glaubten,
Es wäre Hahnengeschrei.

 

Die Kisten auf unserem Hofe,
Die tapezierten wir aus,
Und wohnten drin beisammen,
Und machten ein vornehmes Haus.

 

Des Nachbars alte Katze
Kam öfters zum Besuch;
Wir machten ihr Bückling‘ und Knickse
Und Komplimente genug.

 

Wir haben nach ihrem Befinden
Besorglich und freundlich gefragt;
Wir haben seitdem dasselbe
Mancher alten Katze gesagt.

 

Wir saßen auch oft und sprachen
Vernünftig, wie alte Leut‘,
Und klagten, wie alles besser
Gewesen zu unserer Zeit;

 

Wie Lieb‘ und Treu‘ und Glauben
Verschwunden aus der Welt,
Und wie so teuer der Kaffee,
Und wie so rar das Geld! – – –

Vorbei sind die Kinderspiele,
Und alles rollt vorbei –
Das Geld und die Welt und die Zeiten,
Und Glauben und Lieb‘ und Treu‘.

 

aus Heine: Buch der Lieder