Puschlozzi

Ich gebe zu, ein recht sonderbarer Name. Doch was steckt dahinter: Die geballte Kraft des aus der Schweiz stammenden Pädagogen Pestalozzi und des russischen Dichters Puschkin, vereint im gemeinsamen Namen Puschlozzi. Doch will diesen Namen niemand tragen. Die Namensstreiter stehen sich unversöhnlich gegenüber in dem seit zwei Jahren schwelenden Streits.

Der Lehrkörper nebst den Schülern der Puschkinschule wechselte zu Schuljahresbeginn 2006 in das leer stehende, mittlerweile sanierte, Gebäude der Pestalozzischule. Die Schulkonferenz überließ die Namenswahl weitgehend den Schülern, welche – erwartungsgemäß – ihren alten Namen behalten wollten. Diese Entscheidung rief nun die Bevölkerung auf den Plan, welche den Namen Pestalozzischule mit dem Gebäude verbanden. Jetzt ist der Stadtrat an der Reihe, welcher gestern ein Machtwort sprach und den Querelen (hoffentlich) ein Ende bereitete. Eine öffentliche Diskussion im Vorfeld hätte bestimmt einem Streit aus dem Weg gehen können, aber wie die Stadtoberen so sind …

Das mit Spannung erwartete, (salomonische) Urteil: Die Puschkinschule soll in Pestalozzischule umbenannt werden. Recht so, ihr Stadträte. Das hättet Ihr schon vor zwei Jahren haben können.