Wir haben doch nichts zu verbergen

Inspiriert durch Herrn Schäubles Datensammelwut lenkte ich meine Schritte gen Buchladen und erstand George Orwells Roman „1984“.

Nachdem ja die Überwachung öffentlicher Plätze beinahe zur Selbstverständlichkeit gehört (wir benehmen uns doch in aller Öffentlichkeit!) und der Bundestrojaner unsere Festplatten durchschnüffelt, doch auch da haben wir ja nichts Verbotenes abgespeichert – also was soll´s, liest man in dem Buch noch weitere Fiktionen. Ich wette, der Herr Bundesinnenminister las diesen Roman auch und es weckte in ihm die Begehrlichkeit nach ebenso großer Überwachung. Deshalb setzte er wohl diese orwellschen Gedanken auf seine „zu Erledigen“-Liste.

Hier noch ein Auszug aus dem Klappentext:

Winston Smith lebt in einem totalitären Überwachungsstaat. Seine Aufgabe ist es, im Wahrheitsministerium Zeitungsberichte zu fälschen, z. B. um aus politischen Gründen Ermordete aus der Geschichte zu streichen. Obwohl Smith für die Partei arbeitet, ist er in seinem Inneren ein Gegner des Systems. Eines Tages verliebt sich Smith in Julia mit den rebellischen Augen. Da laut Parteistatut jedoch Sexualität nur zur Fortpflanzung dient, beginnt ein gefährliches Versteckspiel …