Ein miauendes Geschenk

Die Bäume haben ihre Blätterpracht abgeworfen, auf den Fußsteigen raschelt es beim Gehen durch das bunt gefärbte Laub. Die Dekorationen der Innenstädte verändern ihr Bild, bald hört man wieder Weihnachtslieder in den Kaufhäusern. Das Jahr geht langsam zur Neige. Die Deutschen wollen wieder mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Und wie jedes Jahr liegen und hoppeln unter den festlich geschmückten Tannenbäumen etliche Kaninchen, Hamster, Katzen und andere Lebewesen aus den Zoohandlungen. Bis die lieben Kinderlein der Tiere überdrüssig werden. Aber es kommt ja wieder ein Weihnachtsfest, oder Ostern. Da wird ein neuer Versuch gestartet. Die Verantwortung für ein Haustier will gut überlegt sein. Über Jahre hinweg.

Keine lebenden Tiere zu WeihnachtenDazu auch ein gleichartiger Artikel bei Krötengrün. Und eine Aktion von www.keinetierezuweihnachten.de.ki, an der ich mich auch beteilige. Bitte besucht die Seite, nehmt auch an der diesjährigen Aktion teil, und vielleicht ersparen wir dadurch wenigstens einem kleinen Teil der Tiere ein Schicksal im Tierheim.

Mir ist zum K…..!

Riesige Schlagzeilen in verschiedenen Tageszeitungen: „Eva Herman beim NDR gefeuert“. Gut, über ihre Äußerungen kann man streiten. Doch gehört das wohl zur künstlerischen Meinungsfreiheit.

Doch wo bleiben die großen Aufmacher: „Über 200.000 gesunde Enten ermordet!“ Den meisten nur eine kleine Randnotiz wert.

Nein, die Geflügelhöfe hatten keinen einzigen Fall mit Vogelgrippe, alles nur vorsorglich. In zwei bayerischen Zuchtbetrieben sind einmal 25.000 und 180.000 Tiere „gekeult“ worden. Pro Stunde ZEHNTAUSEND notgeschlachtete Enten. Ein guter Schnitt. Montagabend fertig. Zwei Elektroschockanlagen, eine Vergasungsanlage, und das grausige Werk ist vollbracht. Nur, weil die Betriebe mit anderen Zuchtanlagen Kontakt hatten.

Ich kenne jemand, der jemand kennt, welcher MRSA-positiv ist (Irgend so ein bisschen Bakterien, bei Kontakt ist Schutzkleidung erforderlich). Werden wir jetzt gekeult? Muss ich meines Lebens fürchten? Und was ist mit all den Leuten, die ich kenne? Wird die ganze Stadt hier ausgerottet, vorsorglich, als Schutzmaßnahme?

Aber was sind schon zweihunderttausend Enten wert. Bisschen Verlust für die Firma, Versicherungssumme kassiert – kann man sich dagegen versichern? – und neue Entenküken gekauft. Und das Spiel beginnt von vorn. Wie der Titel schon sagt: Mir ist zum Kotzen!


Milchpreis

Die von mir geschätzte Frau Flocke von Krötengrün möchte sich auf ihren Balkon eine Kuh stellen, sie findet nur in ihrer Heimat Berlin keine. Ich habe da was für Sie. Robert Lembke hätte gefragt: „Welches Schweinderl hättens denn gern?“ Ich frage, sind diese Kühe nicht einen klein wenig erhöhten Milchpreis wert?

Aufgenommen leider nur mit dem Mobiltelefon auf dem Weg zur Arbeit, Zwickau-NiederhohndorfKuhherde

Der Zirkus ist da!

Als Kinder, um nicht das Wort „früher“ zu schreiben, waren wir immer hellauf begeistert, wenn ein Zirkus hier sein Zelt aufbaute. Wir konnten es kaum erwarten, die ständig Späße machenden Clowns zu sehen, Artisten schwebend in der Zirkuskuppel und natürlich die Raubtiere. Heute denke ich darüber anders. Namentlich die Tiere, welche dann herausgeputzt im Kreise rennen oder durch Reifen springende Großkatzen. Den restlichen Tagesablauf gucken sie dann traurig durchs Gitter. Wer trotzdem hingehen will, bis Sonntag gastiert der Zirkus Probst noch in Zwickau.

Zirkus Probst

Zirkus Probst auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau.