Mir ist zum K…..!

Riesige Schlagzeilen in verschiedenen Tageszeitungen: „Eva Herman beim NDR gefeuert“. Gut, über ihre Äußerungen kann man streiten. Doch gehört das wohl zur künstlerischen Meinungsfreiheit.

Doch wo bleiben die großen Aufmacher: „Über 200.000 gesunde Enten ermordet!“ Den meisten nur eine kleine Randnotiz wert.

Nein, die Geflügelhöfe hatten keinen einzigen Fall mit Vogelgrippe, alles nur vorsorglich. In zwei bayerischen Zuchtbetrieben sind einmal 25.000 und 180.000 Tiere „gekeult“ worden. Pro Stunde ZEHNTAUSEND notgeschlachtete Enten. Ein guter Schnitt. Montagabend fertig. Zwei Elektroschockanlagen, eine Vergasungsanlage, und das grausige Werk ist vollbracht. Nur, weil die Betriebe mit anderen Zuchtanlagen Kontakt hatten.

Ich kenne jemand, der jemand kennt, welcher MRSA-positiv ist (Irgend so ein bisschen Bakterien, bei Kontakt ist Schutzkleidung erforderlich). Werden wir jetzt gekeult? Muss ich meines Lebens fürchten? Und was ist mit all den Leuten, die ich kenne? Wird die ganze Stadt hier ausgerottet, vorsorglich, als Schutzmaßnahme?

Aber was sind schon zweihunderttausend Enten wert. Bisschen Verlust für die Firma, Versicherungssumme kassiert – kann man sich dagegen versichern? – und neue Entenküken gekauft. Und das Spiel beginnt von vorn. Wie der Titel schon sagt: Mir ist zum Kotzen!


Wir sind dann mal weg – oder Die Welt ohne uns

Diesen Satz werden die sächsischen Schwäne wohl sagen, um schnellstens dem Freistaat zu entfliegen. Oder sagen wir dann: Ihr seid dann mal weg.

Ein Rassegeflügelzuchtverband fragte beim zuständigen Ministerium an, wild lebende Schwäne abschießen zu dürfen. Vorsorglich, da die Wildvögel ja den Vogelgrippevirus verbreiten. Die dunklen Zeiten, in denen Tiere nur so gejagt wurden, weil sie eine Gefährdung darstellten, wähnte ich vorbei. Doch dem ist wohl nicht so.

Besser wäre es, den umgekehrten Fall zu betrachten. Die Menschen verschwänden, aus welchen Gründen auch immer, von der Erde. Diesem Thema hat sich jetzt der amerikanische Wissenschaftsautor Alan Weisman gewidmet. In seinem Buch „Die Welt ohne uns“ spielt er das Szenario durch, wenn wir uns alle von Mutter Erde verabschieden würden. Es wäre gar nicht so schlimm. Die Natur regenerierte sich schneller als gedacht. Allein die von uns produzierten und in Umlauf gebrachten Gifte überdauerten noch einige hunderttausend Jahre, ehe sie abgebaut sind. Ein Artikel in der „Welt“ ließ mich dieses Buch entdecken.

Links: http://www.worldwithoutus.com/index2.html

http://www.welt.de/wissenschaft/article1110033/Wenn_der_Mensch_auf_einmal_weg_waere….html

http://www.libri.de/shop/action/productDetails/6566150/alan_weisman_die_welt_ohne_uns_3492051324.html